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Elon Musk präsentiert Friedensplan – Melnyk und andere reagieren beleidigend

Redaktion

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Der Tech-Investor Elon Musk skizzierte auf Twitter mögliche Punkte für einen Frieden mit Russland. Ukrainische Vertreter reagierten mit Kritik und Beleidigungen.

Referenden unter Aufsicht der UN, eine russische Krim, eine neutrale Ukraine – der Milliardär Elon Musk hat sich auf der Plattform Twitter in die Debatten über ein mögliches Friedensszenario eingemischt. Der ukrainische Präsident antwortete darauf mit einer Gegenfrage. „Welchen Elon Musk magst du mehr? Den Ukraine-Unterstützer oder den Russland-Unterstützer?“ 80 Prozent der abgegebenen Stimmen bevorzugten eher einen die Ukraine unterstützenden Musk.

Ein möglicher Friedensplan

Der Grund für diesen Aufruhr war Musks Vorschlag für mögliche Kernpunkte von Verhandlungen zu Beendigung des Krieges. Demnach sollen in den vier von Russland annektierten Gebieten Cherson, Donezk, Luhansk und Saporischschja UN-Referenden durchgeführt werden, um die endgültige staatliche Zugehörigkeit zu bestimmen. Russische Kräfte müssen je nach Ausgang der Wahlen die Ukraine verlassen. Diese werde zukünftig neutral und kein NATO-Mitglied sein.

Die schon 2014 annektierte Halbinsel Krim solle russisch bleiben. Musk unterlegte diese Aussage mit dem Hinweis auf die russische Zugehörigkeit seit 1783, genauso mit Anspielungen auf „Chruschtschows Fehler“. Zudem soll für die Wasserversorgung der Krim über einen Kanal vom Fluss Dnipro eine Garantie existieren. Für Musk ist dieser Ausgang „sehr wahrscheinlich“. Die Frage sei nur, wie viel Menschen bis dahin sterben müssten. Am Ende seiner Gedanken verwies er auf die Möglichkeiten eines Atomkrieges.

Offizielle Vertreter der Ukraine reagierten skeptisch. Der Präsidentenberater Mychajlo Podoljak beschrieb in einer Antwort auf Musk seine eigene Version möglicher Verhandlungspunkte. Dementsprechend sollen alle ukrainischen Gebiete befreit und Russland demilitarisiert werden. Zudem müsse ein internationales Tribunal aufgenommen werden.

Der ukrainische Außenminister warf Musk eine Sympathie für Russland vor: „Lass die Russen noch tausende unschuldige Ukrainer mehr ermorden und vergewaltigen und mehr Land rauben“. Der ehemalige ukrainische Botschafter in Deutschland Andrij Melnyk reagierte undiplomatischer. „Fuck Off ist meine sehr diplomatische Antwort“, schrieb er an Musk. „Das einzige Ergebnis ist, dass kein Ukrainer jemals Ihren verdammten Tesla-Mist kaufen wird“.

Andere verbreiteten Musk-kritische Memes. So zum Beispiel der weitere Präsidentenberater Oleksij Arestowytsch: Er zeigte Musks Kopf auf dem Körper des gefangengenommenen Wiktor Medwedtschuk, einem pro-russischen Politiker aus der Ukraine. Der Überschrift des Bildes: „Wir arbeiten zeitnah.“ Die deutsche Boulevard-Zeitung BILD sprach von „Elon Moskau“.

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