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Deutschland

Sachsen: Ministerium zahlte an MDR-Moderator 11.000 Euro

Redaktion

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Für einen Werbe-Podcast erhielt ein Moderator des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR) über 11.000 Euro von der sächsischen Landesregierung. Doch kaum einer hörte die Inhalte.

Dresden. – MDR-Moderator Stephan Bischof hat eine goldene Kehle. Zumindest entlohnte ihm die Landesregierung Sachsens diese im Werbe-Podcast „simul+“. Zwölf Folgen á 942 Euro ließ sich Bischof in Rechnung stellen. Er sprach über Themen wie Flugtaxis, Genossenschaften oder Holzbau in Sachsen. Aus einer Anfrage des sächsischen AfD-Politikers Thomas Thumm entbrannte nun die Debatte über die Notwendigkeit des Formats und der Entlohnung des Moderators. Denn die zwölf Folgen erreichten insgesamt gerade einmal eine Zuhörerschaft von 1364 Personen (Mehrfachzählung möglich).

Ein weiterer ÖRR-Skandal

Bischof verbrauchte mit seiner Bezahlung den Löwenanteil des Podcast-Budgets. Insgesamt 14.029 Euro standen dem Projekt zur Verfügung, 11.305 Euro brutto gingen an den Moderator. Kritiker sehen in dem Vorfall einen weiteren Beleg für die übermäßige Versorgung der öffentlich-rechtlichen Medien mit Steuergeld. Unter dem Hashtag #Grundfunk sammelten sich erneut Befürworter eines radikal beschnittenen Staatsfunks. Der sächsische AfD-Politiker Thumm äußerte sich zu dem Vorfall: „Diese 11.000 Euro sind nur ein Beispiel von Milliarden, die für Projekte verschleudert werden, ohne dass dem Bürger in diesem Land ein erkennbarer Nutzen entsteht. Das Geld muss stattdessen gezielt eingesetzt werden, um die Lebensverhältnisse in Sachsen in der Fläche zu verbessern.“

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