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Gesellschaft

Sprachkritiker Schneider: „Gendern ist für Wichtigtuer“

Redaktion

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Der Sprachlehrer Wolf Schneider entgegnet mit harter Kritik auf die Bemühungen der Vertreter einer „gendergerechten Sprache“.

Berlin. – Der Experte für die deutsche Sprache Wolf Schneider hat sich in einem BILD-Artikel vehement gegen den Einsatz einer sogenannter „geschlechtergerechten Sprache“ ausgesprochen. „Die ganze Gender-Debatte ist eine Wichtigtuerei von Leuten, die von Sprache keine Ahnung haben“, so Schneider. Er weist auf den Unterschied zwischen dem natürlichen und grammatischen Geschlecht hin: „Zwischen dem natürlichen und dem grammatischen Geschlecht besteht nicht der geringste Zusammenhang. Wie könnte es sonst das Weib heißen? Der Löwe, die Schlange, das Pferd. Obwohl sie alle dieselben zwei Geschlechter haben. Die Führungskraft ist heute überwiegend ein Mann – und keiner hat sich je beschwert. Die Liebe ist weiblich, dabei soll es bleiben.“

Deutschlands renommiertester Sprachexperte

Der mittlerweile schon 97 Jahre alte Schneider durchlief eine große Karriere als TV-Moderator und Journalist („Die Welt“) und konnte mit einigen Buchveröffentlichungen seinen Ruf als anerkannter Sprachexperte festigen. Seine Bücher wie „Deutsch für Profis“ oder „Deutsch für Kenner. Die neue Stilkunde“ gelten als Standardwerke für den Gebrauch der deutschen Sprache und als Lehrbücher für angehende Journalisten. Zudem war Schneider auch Leiter der Hamburger Henri-Nannen-Journalistenschule und bekam einige Auszeichnungen („Medienpreis für Sprachkultur“).

Viel Kritik am Gendern

Die „geschlechtergerechte Sprache“, welche die unterschiedlichsten Geschlechter im sprachlichen Miteinander „einbeziehen“ und vermeintliche Ungleichheiten auflösen will, steht seit einigen Wochen stark in der Kritik. So forderten neben Schneider auch andere Sprachwissenschaftler und -Kritiker einen Stopp des Genderns im Öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Auch in der Gesellschaft und Kultur nimmt das Gendern mehr Raum ein: So gibt es zum Beispiel immer mehr Spiele oder Bücher in gegenderter Sprache. Die AfD und FPÖ sprechen sich dabei gegen die Gender-Sprache aus.


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