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Deutschland

Wanderungsstatistik: Nettoeinwanderung steigt weiter an

Redaktion

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Einheimische kehren Nordrhein-Westfalen den Rücken zu – Zuwanderung aus Armutsländern und dem arabischen und afrikanischen Raum steigt weiter an.

Düsseldorf. – So ergibt sich gemäß der Wanderungsstatistik für NRW eine Abwanderung von rund 11.216 deutscher Staatsbürger im Jahr 2020. Im Jahr 2021 waren es schon 16.977 Personen. Dagegen wanderten im Jahr 2020 40.662 nichtdeutsche Personen ein, im Jahr 2021 sogar 70.637. Hauptherkunftsstaaten der Zugezogenen waren im Jahr 2020 Rumänien (35934), Polen (21062), Bulgarien (16.944), Türkei (8.928) und Italien (7978). Die Abwanderung erfolgt überwiegend in Länder wie China (-1008), Japan (-837),Schweiz (-715), Österreich (-436) und Polen (-377).

Auswanderung in die Alpen

Bei den Zielländern Schweiz, Österreich und Polen handelte es sich fast ausschließlich um Personen mit deutscher Staatsagehörigkeit. Die Zuzüge aus den zuvor genannten Hauptherkunftsländern erfolgte dagegen überwiegend durch Bürger mit nichtdeutscher Staatsangehörigkeit. Der größte Fortzug deutscher Staatsbürger in das Ausland ist in den NRW-Großstädten festzustellen: Köln, Düsseldorf, Essen, Dortmund und Duisburg.

Seli-Zacharias (AfD): „Der anhaltend hohe Zuzug kann für NRW zu irreparablen Folgen führen“

Enxhi Seli-Zacharias, integrationspolitische Sprecherin der AfD-Landtagsfraktion, äußerte sich zur TAGESSTIMME folgendermaßen:

Die Wanderungsstatistik für NRW offenbart, dass deutsche Staatsbürger überwiegend in die Schweiz oder Österreich auswandern. Gleichzeitig kehren auch chinesische und japanische Staatsbürger NRW den Rücken zu und gehen in die Heimat zurück. Das ist bedauerlich und unterstreicht, dass NRW kein attraktiver Standort für qualifizierte Gruppen darstellt. Der anhaltend hohe Zuzug aus EU-Armutsländern wie Rumänien und Bulgarien kann für NRW zu irreparablen Folgen führen.

Zuwanderer der benannten Hauptherkunftstaten haben durchschnittlich ein weit geringeres Qualifikationsniveau als die hier lebende Bevölkerung. Gleichzeitig fokussiert sich die Zuwanderung auf bestimmte Städte in NRW. Dabei sticht Gelsenkirchen (Stand 2019: 260.654 Einwohner) besonders heraus (Zuzug 2021: 9.470 Personen; Differenz 2021 zu 2014: +119,8%). Ich sehe als Abgeordnete aus Gelsenkirchen die Landesregierung in der Verantwortung hier gemäß dem Grundsatz der Fairness besonders gebeutelten Städten – wie meiner Stadt – besondere Unterstützung anzubieten.

Die Belastungen für die einzelnen Städte müssen in den jeweiligen Projekten stärker berücksichtigt werden. Gleichzeitig fordere ich die Landesregierung auf, gezielt Projekte zur Beseitigung des Ansiedlungsambientes zu etablieren, um den Teufelskreislauf zu durchbrechen.

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