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Gesellschaft

Chefin der katholischen Laien fordert breiteres Abtreibungsangebot

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Nach der Abschaffung des Werbeverbots für Schwangerschaftsabbrüche forderte die Präsidentin Zentralkomitees der deutschen Katholiken nun eine Ausweitung des Abtreibungsangebots.

Berlin. Die Präsidentin des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Irme Stetter-Karp, hat sich in der „Zeit“-Beilage „Christ und Welt“ dafür ausgesprochen, „sicherzustellen, dass der medizinische Eingriff eines Schwangerschaftsabbruchs flächendeckend ermöglicht wird“. Insbesondere im ländlichen Bereich sei das derzeit nicht der Fall.

Zudem lobte sie die Abschaffung des Werbeverbots für Schwangerschaftsabbrüche und verteidigte den Paragraphen 218 gegen eine weitere Liberalisierung des Abtreibungsrechts. „Paragraf 218a darf unter keinen Umständen in seiner Substanz angetastet werden“, betonte Stetter-Karp.

Mit ihren Aussagen löste sie heftige Proteste in und außerhalb der ZdK aus. Beispielsweise bat der Bund Katholischer Unternehmer Stetter-Karp um deutliche Zurückhaltung mit öffentlichen Äußerungen. Nach überwiegendem Verständnis katholischer Christen sei es „sicher nicht die Aufgabe des ZdK oder der Präsidentin“, für ein flächendeckendes Abtreibungsangebot zu werben.

Kirche im politischen Malstrom

Die Kirche verzeichnete zuletzt einen großen Mitgliederschwund. Die katholischen Gemeinden in Deutschland vermerkten 2021 immerhin 360.000 Mitglieder, die Gründe dafür werden vielfältig gesehen. Zu viel oder zu wenig Hinwendung zu aktuellen Themen, „Modernisierung“ oder falscher Umgang mit den Missbrauchsfällen. Gemeinsam wird die zunehmende Atomisierung der Gesellschaft verurteilt, in welcher die Menschen ihr seelisches Heil in Konsum und der Bestätigung durch soziale Netzwerke suchen.

Solidarität mit der Ukraine

Zuletzt erregte auch die politische Positionierung österreichischer Bischöfe zugunsten der Ukraine vermehrt Aufsehen. Im Namen der österreichischen Katholiken versicherten die Bischöfe Lackner und Krautwaschl verschiedenen ukrainischen Vertretern die Solidarität mit der ukrainischen Bevölkerung. Im Anbetracht des Krieges in der Ukraine sehen sich auch viele Katholiken im Zwiespalt mit ihren geistigen und politischen Prinzipien.


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