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G7-Gipfel: Kommt ein Goldembargo gegen Russland?

Redaktion

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Auf dem jüngsten G7-Gipfel forderte US-Präsident Biden ein Embargo gegen russisches Gold. Käme dies durch, könnte Russland sein Gold nicht mehr in den Westen verkaufen.

Das Embargo wurde vorerst von Deutschland, Frankreich und Italien hinausgezögert. Experten zweifeln derweil an der Effizienz eines Importverbots. US-Präsident Joe Biden wollte auf dem G7-Gipfel auf Schloss Elmau in Bayern zwei neue Sanktionen gegen Russland verhängen: Einen Preisdeckel für russisches Öl und ein komplettes Embargo gegen russische Goldimporte. Die EU-Länder Deutschland, Frankreich und Italien verhinderten jedoch das Embargo zunächst noch, weil diese Sanktionen zunächst von allen 27 EU-Mitgliedsstaaten einstimmig beschlossen werden müssten.

Veto von Deutschland, Frankreich und Italien

Die Regierungschefs Großbritanniens, Kanadas und Japans stimmten US-Präsident Biden hingegen zu. Ihnen zufolge bräuchte es diese Saktionen unbedingt, um Fusslands Einnahmen weiter zu senken und das Land somit indirekt für seinen Krieg in der Ukraine zu bestrafen. Insbesondere die Volkswirtschaften Deutschlands und Italiens, aber auch des Nicht-G7-Staates Niederlande sind dabei neben russischen Erdgaslieferungen auch zum Teil von russischen Öllieferungen abhängig.

Bezüglich eines Goldembargos sind sich Experten derweil einig, dass es kaum etwas bewegen würde. Laut dem Geschäftsführer der Fachvereinigung Edelmetalle, York Alexander Tetzlaff, findet bereits seit Monaten kein Handel mit russischem Gold im Westen mehr statt. Zugleich, so berichtet das Anlegermagazin Capital, sei die Herkunft des gehandelten Goldes nicht immer eindeutig zu identifizieren.

Experten sind sich einig

Zuletzt waren Stimmen laut geworden, die ein Eindringen russischen Öls über den indischen Umweg nach Europa befürchteten. Ob dies auch bei einem Goldembargo passieren könnte, ist laut Expertenmeinungen noch unsicher. So gehören etwa der Londoner Goldbörse auch Prägeanstalten und Banken aus China oder Indien an. Zugleich zertifizieren westliche Goldbörsen ihre Barren jedoch sehr genau, um z.B. Goldlieferungen aus Krisenregionen zu vermeiden. Die nächsten Wochen und Monate werden ergeben, ob russisches Gold trotz dieser Maßnahmen und einem eventuellen offiziellen Embargo doch seinen Weg auf westliche Märkte findet.


Mehr zum Thema:

US-Präsident Biden fordert ein Importverbot für russisches Öl (26.06.2022)

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