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Transgenderathleten bei Frauen-Rugby-WM 2022 nicht zugelassen

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Nach dem Schwimmverband hat nun auch die International Rugby League mitgeteilt, wie sie in mit Transgenderathleten in Frauenbewerben umgehen will.

Sydney/London. – Erst vor zwei Tagen hat der Schwimmverband FINA einen restriktiven Kurs in Bezug auf die Teilnahme von Transgenderathleten an Frauenbewerben angekündigt. Nun hat auch die International Rugby League (IRL) beschlossen, Transgenderathleten bis auf Weiteres von internationalen Frauenbewerben auszuschließen.

Inklusive Richtlinien für 2023 geplant

Wie die IRL am Dienstag mitteilte, arbeite man intensiv an der Entwicklung von Kriterien, “die das Recht des Einzelnen auf das Spielen mit der Sicherheit aller Teilnehmer auf faire Weise in Einklang bringen”. Das Ziel sei eine “umfassende Inklusionspolitik”, bis 2023 soll eine endgültige Linie für Transmenschen festgelegt werden. Der Verband verwies auf den Standpunkt des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), wonach es Aufgabe jeder Sportart und ihres Dachverbandes sei, „zu bestimmen, inwiefern ein Athlet im Vergleich zu seinen Mitstreitern einen unverhältnismäßigen Vorteil hat – unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Natur der einzelnen Sportarten.“

Im Interesse der Vermeidung von „Fürsorge-, Rechts- und Reputationsrisiken“ sei es „erforderlich und verantwortungsvoll“, weitere Konsultationen und zusätzliche Untersuchungen durchzuführen. Grundsätzlich sei man aber der „Überzeugung, dass Rugby League ein Spiel für alle ist und dass jeder und jede unseren Sport spielen kann.“

„Biologie hat Vorrang vor Geschlecht“

Sebastian Coe, Präsident des Leichtathletik-Weltverbandes, hatte angedeutet, dass World Athletics dem Beispiel des Schwimmsports folgen könnte. Der Brite äußerte sich bereits vor einigen Monaten zur Causa Lia Thomas und meinte gegenüber der englischen Zeitung The Times: „Die Integrität des Frauensports, wenn wir es nicht richtig angehen, und eigentlich auch die Zukunft des Frauensports sind sehr fragil. Das sind heikle Themen, gesellschaftliche Themen – sie gehen über den Sport hinaus.“

Es sei schwierig, die Debatte emotionslos zu führen, betonte Coe damals. Es gelte, sich so weit es geht an der Wissenschaft zu orientieren. In der Leichtathletik wird ein niedriges Testosteronlevel für zumindest zwölf Monate vorgeschrieben, bevor eine Transgenderathletin an Bewerben teilnehmen kann. Laut Coe wird angestrebt, diesen Zeitraum zu vergrößern. „Es gibt keine Frage, dass Testosteron der Schlüsselfaktor bei den Leistungen ist“, erklärte Coe. Die Biologie habe also Vorrang vor dem Geschlecht. Die Leichtathletik werde ihre Regeln in diesem Sinne „weiter überarbeiten“.

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