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Inflation: In Deutschland sinken die Reallöhne

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Die Inflation frisst die gestiegenen Nominallöhne. Viele Deutsche haben Angst davor, in Zukunft ihren Lebensunterhalt nicht mehr bestreiten zu können. Die AfD fordert die Bundesregierung zum sinnvollen Handeln auf.

Berlin. – Im ersten Quartal dieses Jahres sind die Reallöhne in Deutschland um 1,8 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum gesunken. Dies teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) am Montag mit. Zwar stiegen die nominalen Löhne um 4,0 Prozent an, doch erhöhten sich die Verbraucherpreise auf 5,8 Prozent, was einen Verdienstrückgang bewirkt. „Die Inflation zehrte somit den Nominallohnanstieg im 1. Quartal 2022 mehr als auf“, fassen die Statistiker das Ergebnis zusammen. Für die meisten Bürger bedeutet dies weniger Kaufkraft. Tarifbeschäftigte im öffentlichen Dienst und Beamte profitierten in vielen Bereichen von einer deutlichen Erhöhung des Nominallohnes durch Corona-Sonderzahlungen.

Weiter steigende Inflation erwartet

Für die kommenden Monate rechnen Ökonomen mit weiter sinkenden Reallöhnen. Das Wirtschaftsforschungsinstitut ifo hat hierzu vor kurzem seine Inflationsprognose für 2022 von 3,3 auf 4,0 Prozent korrigiert. Das wäre der stärkste Anstieg seit dem Jahr 1993, in welchem die der Wert 4,5 Prozent betrug. Die derzeitigen Preissteigerungen sind vor allem Ergebnis hoher Energiepreise, die im April um 35,3 Prozent über dem Wert des Vorjahres lagen. Auch Preise für Nahrungsmittel steigen. Hier lag der Preis im April um 8,6 Prozent über dem Wert in 2022. Schon jetzt belasten die steigenden Preise viele Menschen. Laut Verbraucherumfrage der Schufa blicken viele Deutsche mit Sorge in die Zukunft: Fast 40% haben Angst davor, ihren Lebensunterhalt nicht mehr bestreiten zu können.

AfD für Senkung der Mehrwertsteuer und Abschaffung der CO2-Abgabe

Alice Weidel, Vorsitzende der AfD-Fraktion im Deutschen Bundestag, erklärte, es sei vor dem Hintergrund der veröffentlichten Zahlen des Destatis „ein Hohn, wenn die Bundesregierung die Bürger zur Entlastung mit „Strohfeuer-Einmalzahlungen und bürokratischen befristeten Zuschüssen abspeisen will“. Der schnellste Weg sei eine deutliche Senkung der Mehrwertsteuer, wie sie inzwischen auch der Bund der Steuerzahler fordert. Ebenso müssten die CO2-Abgabe und weitere ideologische Lenkungssteuern gestrichen werden, so Weidel, denn „niemand kann behaupten, dafür wären keine Spielräume da, wenn diese Regierung gleichzeitig alle möglichen Milliardenhilfen in alle Welt verteilen kann“.

Auch der arbeits- und sozialpolitische Sprecher der AfD, René Springer, fordert die Bundesregierung umgehend zum Handeln auf. Die Regierung könne sich nicht hinter Ausreden wie dem Ukraine-Krieg oder der chinesischen Lockdown-Politik verstecken. „Die Kaufkraftverluste der Bevölkerung sind nämlich zu guten Teilen hausgemacht. Außerdem sind die bisherigen Entlastungsmaßnahmen nicht im Ansatz geeignet, insbesondere die Arbeitnehmer zu entlasten. Die Bundesregierung lässt die Betroffenen geradewegs ins offene Messer laufen“, kritisierte Springer.

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