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Gesellschaft

205 Festnahmen: Polizei zerschlägt internationale Schleppermafia

Stefan Juritz

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Die Schlepperbande brachte massenweise Migranten von Ungarn nach Österreich. Die Organisation soll auch für die Schüsse auf Grundwehrdiener im Burgenland verantwortlich sein.

Wien. – Der Polizei ist ein großer Schlag gegen eine internationale Schlepperorganisation gelungen. Insgesamt konnten 205 Personen in Österreich, Ungarn, der Slowakei, in Tschechien und in Rumänien festgenommen und mehr als 80 Schlepperfahrzeuge sichergestellt werden. 90 Festnahmen gab es allein in Österreich. Laut Angaben der Ermittler soll die Bande mehr als 36.100 Migranten geschleppt und einen Umsatz von etwa 152 Millionen Euro gemacht haben. Die Schlepperorganisation, die von einem 28-jährigen rumänischen Staatsbürger geführt wird, soll auch für die Schüsse auf Grundwehrdiener im Burgenland (TAGESSTIMME berichtete) und zwei erstickte Migranten in einem Klein-LKW im Oktober des Vorjahres verantwortlich sein.

„Es ist ein guter Tag für die internationale Zusammenarbeit, und es ist ein schlechter Tag für die Schleppermafia“, sagte Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) am Donnerstag anlässlich des Polizeierfolgs. Er kündigte zudem an, weiterhin mit Nachdruck und allen zur Verfügung stehenden Mitteln gegen Schlepperkriminalität vorzugehen.

FPÖ fordert effektive Maßnahmen gegen illegale Migration

FPÖ-Sicherheitssprecher Hannes Amesbauer gratulierte ebenfalls der Polizei. „Dieser Schlag ist ein Erfolg der Polizei gegen illegale Migration und zeigt auf, wie gut organisiert und professionell diese kriminellen Schlepperbanden agieren“, betonte Amesbauer. Er forderte Innenminister Karner zudem auf, politische Akzente zur „Deattraktivierung des Asylstandorts Österreich“ zu setzen. „Wenn jetzt nicht endlich auch effektive Maßnahmen gesetzt werden, die es unseren Grenzschützern ermöglicht, Fremde – die versuchen illegal einzureisen – auch abzuweisen, dann wird dieser großartige Ermittlungserfolg der Polizei leider verpuffen“, warnte der FPÖ-Sicherheitssprecher.

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