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Deutschland

Linkspartei-Chefin Hennig-Wellsow tritt zurück

Redaktion

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Die Linkspartei-Chefin Hennig-Wellsow zieht sich von der Parteispitze zurück. Als Begründung nannte sie unter anderem den „Umgang mit Sexismus in den eigenen Reihen“.

Berlin. – Die Co-Vorsitzende der Linkspartei, Susanne Hennig-Wellsow ist mit sofortiger Wirkung zurückgetreten. Das teilte sie am Mittwoch in einer Stellungnahme auf ihrer Homepage mit. Für ihren Schritt führte Hennig-Wellsow drei Gründe an: ihre private Lebenssituation, die dringend notwendige Erneuerung der Partei, die neue Gesichter brauche, sowie den Umgang mit Sexismus in den eigenen Reihen.

Linke braucht Erneuerung

„Eine programmatische, strategische und kulturelle Erneuerung der Linken ist nötig, wir wissen es seit Jahren. Ich habe das mir Mögliche versucht, dazu beizutragen. Wir sind aber auf diesem Weg bisher nicht so weit gekommen, wie es meiner Ansicht nach nötig wäre“, erklärte Hennig-Wellsow ihre Entscheidung. Sie habe es nicht ausreichend vermocht, diejenigen zu überzeugen, „die mit Erneuerung vor allem die Angst vor dem Verlust des Vertrauten, der Gewissheiten verbinden“.

Sexuelle Übergriffe

Weiters nannte sie die Berichte über sexuelle Übergriffe in der Linkspartei: „Der Umgang mit Sexismus in den eigenen Reihen hat eklatante Defizite unserer Partei offen gelegt. Ich entschuldige mich bei den Betroffenen und unterstütze alle Anstrengungen, die jetzt nötig sind, um aus der LINKEN eine Partei zu machen, in der Sexismus keinen Platz hat“, so Hennig-Wellsow, die seit Februar 2021 gemeinsam mit Janine Wissler die Linkspartei führte .

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