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Österreich

Trotz Impfung: Erneut mehrere Spitzenpolitiker positiv auf Corona getestet

Julian Schernthaner

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Es ist noch nicht lange her, dass eine breite Front politischer Parteien – neben ÖVP und Grünen auch die SPÖ und die NEOS – für eine allgemeine Impfpflicht in Österreich stimmten, die mittlerweile einstweilig ausgesetzt wurde. Nun trifft es ausgerechnet mehrfach geimpfte Spitzenvertreter dieser Parteien selbst mit einem positiven Corona-Test.

Wien. – Die Entwicklung der Fallzahlen in Österreich erreichte am Dienstag der Vorwoche mit über 60.000 positiven Tests an einem Tag einen neuen Höchstwert. Infolge des milderen Krankheitsverlaufs bei der Omikron-Variante schlägt sich dieses Infektionsgeschehen weniger deutlich auf Normal- und Intensivstationen nieder als frühere Corona-Wellen. Dass ein Virus vor gewählten Volksvertretern nicht haltmacht, müssen mehrere Spitzenpolitiker derzeit am eigenen Leib erfahren.

Am Tag nach Pressekonferenz: Brunner positiv

So erwischte es Finanzminister Magnus Brunner (ÖVP) nach dem positiven Tests eines Mitarbeiters. An die Öffentlichkeit geriet diese Information nur einen Tag, nachdem er gemeinsam mit der grünen Infrastrukturministerin Leonore Gewessler eine Pressekonferenz zu Maßnahmen gegen die Teuerungswelle abgehalten hatte. Ob sich auch Gewessler dabei angesteckt hat, wird sich in den nächsten Tagen weisen. Brunner wird seine Amtsgeschäfte in den nächsten Tagen von zuhause erledigen.

Meinl-Reisinger weiter „froh“ über Impfung

Sein Fall ist derzeit nicht der einzige eines prominenten Politikers. Denn auch NEOS-Chefin Beate Meinl-Reisinger hat derzeit Corona. Ihren bislang vergleichsweise recht milden Verlauf bringt sie aber nicht mit der milderen Omikron-Variante, sondern mit ihrer Impfung in Verbindung. Impfdurchbrüche machen derzeit die Mehrheit der Corona-Infektionen in Österreich aus. Für diese Stellungnahme kassierte die Chef-Pinke in der Folge einigen Gegenwind seitens impfkritischer Twitter-Nutzer.

Maßnahmen-Hardliner Hacker ebenfalls positiv

Aber auch das war es noch nicht mit den Corona-Fällen bei der Polit-Prominenz: Denn auch der Wiener Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ) ist derzeit positiv. Dieser war stets ein Verfechter besonders strenger Corona-Maßnahmen, so behielt Wien unter seiner Ägide etwa die umstrittene 2G-Regel in diversen Gesellschaftsbereichen (geimpft oder genesen).

Dies feite ihn weder vor einer Ansteckung noch vor der „Verblüffung und Verdatterung“, als er von seinem positiven Testergebnis erfuhr. Eigentlich hätte er in der Sendung „Hohes Haus“ zu Gast sein sollen, sein CT-Wert war allerdings eigenen Angaben zufolge im ansteckenden Bereich.

Letzte Woche: Schützenhofer und Striedinger betroffen

Bereits in der Vorwoche hatte es den steirischen Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer (ÖVP) erwischt, der als einer der treibenden Kräfte hinter dem Impfpflicht-Vorstoß im Bund gilt. Auch er hatte bereits drei Impfdosen erhalten. Nahezu zeitgleich musste sich auch GECKO-Generalmajor Rudolf Striedinger mit einem positiven Test in Quarantäne begeben.

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