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Russland: Medienaufsicht fordert von YouTube Freigabe von Kanälen

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Roskomnadsor warf YouTube eine „Zensur“ der nach russischen Gesetzen zugelassenen Medien vor und fordert eine Wiederzulassung der betroffenen Kanäle.

Moskau. – Russlands Medienaufsicht hat die Videoplattform YouTube mit Nachdruck zur Freischaltung Dutzender blockierter Kanäle der Moskauer Staatsmedien aufgefordert. Zugleich drohte die Behörde Roskomnadsor am Samstag mit „technischem Einwirken“, sollten die Auftritte etwa von Medien, gesellschaftlichen Vertretern und Sportmannschaften sowie von Bildungsprojekten nicht wieder zugelassen werden. Befürchtet wird, dass auch YouTube in Russland bald abgeschaltet werden könnte.

„Diskriminierung beenden“

Roskomnadsor warf YouTube eine „Zensur“ der nach russischen Gesetzen zugelassenen Medien vor. Insgesamt gebe es 54 solcher Fälle, darunter Fernsehsender mit großem Publikum wie RBK, NTW und TNT, aber auch russische Nachrichtenagenturen und Radiosender. Die russische Behörde habe schriftliche Forderungen an den US-Konzern Google verschickt, die „Diskriminierung zu beenden“ und einen freien Zugang für alle YouTube-Nutzer zu Informationen zu gewährleisten.

Alternative zu blockierter Plattform Instagram

In den vergangenen Wochen hat Russland bereits die sozialen Netzwerke Twitter, Instagram und Facebook blockiert. Grund war, dass der Facebook- und Instagram-Mutterkonzert Meta angekündigt hatte, aus Solidarität mit der Ukraine antirussische Gewaltaufrufe auf seinen Plattformen tolerieren zu wollen. Daraufhin haben russische Entwickler eine Alternative zur beliebten Foto- und Video-Plattform Instagram angekündigt. „Am 28. März 2022 wird das russische Pendant zu Instagram mit seinen bekannten Funktionen und mobilen Anwendungen für Android und iOS an den Start gehen“, hieß es dazu seitens der Entwickler.

Die Plattform, die den Namen Rossgram trägt, soll zunächst nur für Top-Blogger mit mehr als 100.000 Abonnenten, Sponsoren und Investoren nutzbar sein, im Laufe des kommenden Monats dann aber auch für normale Nutzer. Die Entwickler versprechen Monetarisierungsinstrumente für die Nutzer, bezahlten Zugang zu Inhalten, eine Fundraising-Funktion, ein Empfehlungsprogramm und mehr.

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