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Gesellschaft

Ukraine-Krieg: Bisher rund 45.000 Menschen nach Österreich geflohen

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Bei den Zahlen handelt es sich um Schätzungen aus dem Innenministerium. Dort geht man auch davon aus, dass 75 bis 80 Prozent in andere EU-Länder weiterreisen wollen.

Wien. – Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) hat am Montag bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Vertretern der Volkshilfe, der Caritas, des Roten Kreuzes und der Diakonie mitgeteilt, dass mit aktuellem Stand 45.000 Menschen aus der Ukraine die Grenze nach Österreich überschritten hätten. Das sind dem Innenminister zufolge allerdings nur grobe Schätzungen, da es keine flächendeckenden Grenzkontrollen gibt. Alleine am Sonntag sollen es 7.000 Flüchtlinge gewesen sein.

Viele wollen weiterreisen

Davon hätten 75 bis 80 Prozent die Absicht, in andere Länder weiterzureisen, sagte Karner – etwa zu Bekannten und Verwandten in anderen Teilen Europas wie Spanien, Deutschland und Italien, wo bereits größere ukrainische Communitys leben. Man gehe aber davon aus, dass zunehmend mehr Ankommende in Österreich bleiben wollen. Darauf solle man sich schon jetzt vorbereiten, wie Diakonie-Direktorin Maria Katharina Moser meinte. Man müsse etwa bereits jetzt anfangen, Wohnraum abseits von großen Quartieren zu schaffen.

Burgenlands Landeshauptmann Hans Peter Doskozil (SPÖ) kündigte indes an, dass das Burgenland aktiv Flüchtlinge aus der Grenzregion ins Land holen wird. Das Burgenland werde „noch diese Woche selbst Busse organisieren, um vorerst 500 Menschen direkt von der Grenze zu holen und in unserem Bundesland unterzubringen“, so Doskozil.

Schnelle Integration auf Arbeitsmarkt

In Salzburg bereitet man sich ebenso auf eine deutlich größere Fluchtbewegung in den kommenden Wochen vor. Neben den Vorbereitungen für die Aufnahme von Flüchtlingen konzentriert sich Salzburg auch darauf, diese Menschen so rasch wie möglich auf dem Arbeitsmarkt zu integrieren, heißt es vom Land. Um den Prozess zu beschleunigen, soll schon bei der Erstaufnahme registriert werden, welche Ausbildung und beruflichen Qualifikationen die geflüchteten Ukrainer haben, sagt Sozialreferent Heinrich Schellhorn (Grüne). Nach dem Beschluss der Europäischen Union sollen Geflüchtete aus der Ukraine ja völlig unbürokratisch für zumindest ein Jahr Schutz erhalten. Daher sind auch Integrationsmaßnahmen wie Deutschkurse, die Einschulung der Kinder und ein Zugang zum Arbeitsmarkt angedacht.

„Die ukrainischen Flüchtlinge, die in Salzburg bleiben wollen, sind für uns eine große Chance. Wir haben in Salzburg eine niedrige Arbeitslosenquote von 4,1 Prozent. Wir brauchen dringend Arbeitskräfte. Deswegen wollen wir schnell herausfinden, was sie beruflich machen können. Dann können wir sie mit Deutschkursen ausstatten und sie gemeinsam mit dem Salzburger Arbeitsmarktservice (AMS) in den Arbeitsmarkt bringen“, so Schellhorn. Zudem wird es auch die Möglichkeit von Ausbildungen zur Weiterqualifikation geben. Der Arbeitsmarkt könne jedenfalls Fachkräfte gut gebrauchen, wird betont.

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