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Gesellschaft

Steirische Polizei zerschlägt internationale Schlepperbande

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Bei der Gruppe handelt es sich um Männer im Alter zwischen 24 und 47 Jahren. Sie stammen aus dem Irak, Pakistan, Georgien und der Ukraine.

Graz. – In Kooperation mit internationalen Polizeibehörden in Slowenien, Kroatien und Polen konnte die steirische Polizei eine Schlepperbande zerschlagen. Es wurden mindestens sieben Männer festgenommen, die zwei mutmaßlichen Haupttäter sind nun in Graz in Haft. Die Bande soll mehr als 100 Menschen aus Afghanistan, dem Irak und Pakistan illegal in die Steiermark gebracht und dafür rund 280.000 Euro erhalten haben, wie die Landespolizeidirektion am Freitag mitteilte.

Schwerpunktaktionen gegen Schlepper

Die steirische Polizei führt immer wieder Schwerpunktaktionen gegen die organisierte Kriminalität und das Geschäftsmodell von Schlepperorganisationen durch. Dabei gewonnene Erkenntnisse dienen Kriminalisten des Landeskriminalamtes Steiermark oftmals als erster Anhaltspunkt für weiterführende Ermittlungen gegen die organisierte Kriminalität im Hintergrund, wie die Landespolizeidirektion erklärte. Im Rahmen derartiger Schwerpunktaktionen nahmen steirische Polizisten dann im Zeitraum September 2019 bis März 2021 sieben Schlepper von offenbar ein und demselben Netzwerk fest. Dabei handelte es sich um Männer im Alter zwischen 24 und 47 Jahren, so die Polizei. Sie stammen aus dem Irak, Pakistan, Georgien und der Ukraine. Außerdem wurde gegen einen weiteren Mann ein europäischer Haftbefehl erwirkt.

Zwei Haupttatverdächtige in Haft

Die monatelangen und sehr umfassenden Ermittlungen führten die Polizei schließlich zu zwei Hintermännern. Der Iraker (40) und der Tunesier (42) konnten Ende des Vorjahres in Polen verhaftet werden. Sie wurden nun nach Österreich ausgeliefert, wo sie in der Justizanstalt Graz-Jakomini auf ihren Prozess warten. Die Organisation rund um die beiden Haupttatverdächtigen steht im Verdacht, bei 24 Fahrten insgesamt 102 Personen aus dem Irak, Pakistan und Afghanistan illegal in die Steiermark gebracht zu haben. Bei ihren Schlepper-Fahrten über Kroatien und Slowenien verwendeten sie großteils angemietete Fahrzeuge aus Slowenien. Bei ihrer nun stattgefundenen Einvernahme zeigten sich die Männer hinsichtlich des Tatverdachts nicht geständig.

Nach Angaben des Bundeskriminalamtes waren 2021 mehr als 40.000 Aufgriffe von Menschen zu verzeichnen, die illegal und teils mithilfe von Schleppern ins Land gekommen waren. Das sind fast doppelt so viele wie im Jahr zuvor. Gleichzeitig wurden beinahe 400 Schlepper identifiziert.

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