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Österreich

Promis begehren auf: Proll, Gottwald & Co laut gegen Impfpflicht

Julian Schernthaner

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Am Sonntag präsentierte die türkis-grüne Bundesregierung die Details der geplanten Impfpflicht. Am Folgetag passierte sie den Gesundheitsauschuss, am Donnerstag wohl auch den Hauptschuss des Nationalrats. Diese soll zwar in drei Stufen kommen, ist inhaltlich allerdings nicht viel milder als der Ministerialentwurf. Damit wurde ein Großteil der Einwände der über 200.000 Stellungnahmen – die überwiegende Mehrheit kritisch – im Begutachtungsverfahren nicht wirklich berücksichtigt. Auf der Zielgerade erheben nun einmal mehr öffentliche Persönlichkeiten ihr Wort gegen den staatlichen Zwang.

Wien. – Insgesamt mehr als 17.000 Unterstützer hat die Initiative „Zukunft JETZT“ am Dienstagmorgen bereits. Unter den Erstunterzeichnern befinden sich namhafte Persönlichkeiten aus Kultur, Sport und anderen Teilen des öffentlichen Lebens. So etwa die Schauspielerinnen Nina Proll und Eva Herzig; die Sport-Stars Felix Gottwald, Bernhard Gruber und Gitti Köck oder die Kabarettisten Gery Seidl und Roland Düringer. Mit Reinhard Jesionek findet sich sogar ein langjähriger ORF-Moderator unter den Unterstützern der ersten Stunde. Auch Ex-Grünen-Chefin Madeleine Petrovic ist einmal mehr dabei.

Freiwillige Impfentscheidung

Insgesamt umfasst das  “Manifest für einen humanen und ökologischen Umgang mit der Pandemie” vier Seiten. Die Forderungen der Erstunterzeichner gliedern sich in kurz-, mittel- und langfristige Lösungen. Die Kurzfassung auf der Webseite von „Zukunft JETZT“ stellt das aktuelle Kernanliegen heraus: „Wir sind Menschen als allen Bereichen der Gesellschaft, die mit wachsender Sorge die aktuelle soziale Spaltung, die Beschneidung von Grundrechten und die Diskriminierung Andersdenkender erleben.“ Sie setzen sich daher für „mehr Respekt und Toleranz und den Schutz der Grundrechte ein“.

Besonders sprechen sie sich „für eine freie, individuelle Impfentscheidung aller Menschen aus“. Es gebe bislang „kein demokratisches Land mit einer Covid-19-Impfpflicht für die gesamte Bevölkerung“. Gegen eine solche spreche, dass die Behandlung die erhoffte Wirkung nicht ausreichend leiste, keinerlei sterile Immunität schaffe, nur eine vorläufige Zulassung habe und Neben- und Schadwirkung ungewiss seien, ebenso wie die Wirksamkeit gegen Omikron und zukünftige Virusvarianten.

Pluraler Pandemie-Diskurs gefordert

Ein weiteres zentrales Anliegen der Initiative ist es, für einen „pluralen und wertschätzenden öffentlichen Diskurs zu allen Fragen der Pandemie“ einzutrteten. Das Ziel sei „Integration und sozialer Zusammenhalt, ein solidarisches und eigenverantwortliches Miteinander, ein ganzheitliches Gesundheitsverständnis und ein differenziertes Wissenschaftsverhältnis. Es gelte, in Richtung „einer Zukunft mit mehr Demokratie und Gemeinwohl auf allen Ebenen“ zu streben. Die Kündigung kritischer Professoren, Ärzte, Lehrer oder Angestellter sei jedenfalls unverzüglich zurückzunehmen.

1 Comment

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  1. Avatar

    Manuela Beer

    18. Januar 2022 at 15:20

    Mein Körper, und deshalb möchte ich selbst entscheiden,

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