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Kultur

„Niemand ist sicher“: Johnny Depp kritisiert Cancel Culture

Stefan Juritz

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Beim Filmfestivals von San Sebastian hat der US-Schauspieler Johnny Depp die sogenannte „Cancel Culture“ angeprangert.

San Sebastian. – „Es ist so weit außer Kontrolle geraten, dass ich Ihnen versichern kann, dass niemand sicher ist“, sagte Depp am vergangenen Dienstag beim Filmfestival, wo er den Ehrenpreis „Donostia“ erhielt. „Es genügt ein Satz, und es gibt keinen Boden mehr, der Teppich wird weggezogen.“ Das sei nicht nur ihm, sondern vielen Menschen – sowohl Frauen als auch Männern – passiert. „Traurigerweise glaubt man ab einem gewissen Punkt, dass das normal ist“, kritisierte der Schauspieler.

Depp stand zuletzt in den Schlagzeilen, weil er einen Verleumdungsprozess gegen die britische Boulevardzeitung „The Sun“ verloren hatte. In einem Artikel der Zeitung wurde Depp als „Frauenschläger“ bezeichnet. Ein Gericht in London hatte die Klage des Schauspielers abgewiesen, weil die Mehrheit der in der Zeitung erwähnten Vorwürfe sich als wahr erwiesen hätten.

Nach dem Urteil entließ Warner Bros. den 58-Jährigen aus der „Harry Potter“-Spin-off-Filmreihe „Phantastische Tierwelten“. Seither soll Depp auch keine großen Filmrollen mehr angeboten bekommen haben.

2 Comments

2 Comments

  1. Avatar

    Peter Hofmueller

    29. September 2021 at 12:02

    Endlich jemand ,der im Show -Business sich nicht zurückhält!Bitte „vor den Vorhang“!

  2. Avatar

    Dominik Hellenbeck

    1. Oktober 2021 at 9:32

    Kein neues Phänomen, die Wut der Revolutionäre steigert sich zur Raserei, je nach Zeitalter sind Guillotine bzw. Erschießungspelotons im Akkord tätig. Um nicht „der Nächste“ zu sein, überschlagen sich alle in Verbalradikalismus, wer nicht (mehr) mitmacht, wird liquidiert.
    Im Medienzeitalter reicht bei einem Schauspieler dann der Rufmord, passende Zeugen finden sich dann schon…

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