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Gesellschaft

Attentat von Würzburg: Ein Angriff nach islamistischem Muster

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Wenn man als Experte unzählige islamistische Terroranschläge genaustens studiert, erkennt man gewisse Muster, wodurch man selbst kurz nach einer Tat ziemlich schnell sagen kann, ob es islamistisch motiviert war oder nicht.

Einige dieser Faktoren sind beispielsweise das Profil des Täters, der Ort und der Zeitpunkt. Als ich gestern Abend von einem „Amoklauf“ in Würzburg hörte und die ersten Details bekannt wurden, war somit der Fall für mich relativ eindeutig. Während die Medien gestern Abend also rätselten und von einem „völlig unklaren Motiv“ sprachen, erklärte ich meinen Zuschauern im YouTube-Livestream haargenau die Indizien, die für einen islamistischen Anschlag sprachen.

Mehrere Anschläge in Europa

Ein junger somalischer Moslem namens Jibril A., auf Videos zu erkennen mit der typischen an den Fußknöchel gekürzten „Salafistenhose“, der einige Stunden nach dem Freitagsgebet, „Allahu Akbar“ schreiend, scheinbar „wahllos“ auf Passanten einsticht. Hier sehen wir fast alle Merkmale eines islamistischen Anschlags erfüllt. Er passt in das Profil eines islamistischen Terroristen und handelt genau so, wie es die dschihadistischen Terrorgruppen ihren Sympathisanten in Europa immer wieder predigen: „Haltet den Anschlag möglichst simpel, Hauptsache er ist am Ende erfolgreich.“  

Auf diese Art und Weise, nur mit einem Messer bewaffnet, gab es mehrere islamistische Anschläge in Europa. Vor gerade mal einem Monat hat ein als islamistisch bekannter Gefährder, ebenfalls mit psychischen Problemen, in der Nähe von Nantes versucht, eine Polizistin mit dem Messer zu töten und verletzte sie am Ende schwer. Einige Wochen zuvor gab es südlich von Paris fast einen identischen islamistisch motivierten Messerangriff auf eine Polizistin.

In Frankreich ist man mittlerweile schlau genug, um von einem „psychisch kranken Islamisten“ zu sprechen, denn „psychische Probleme“ schließt nicht aus, dass man nicht gleichzeitig überzeugter Islamist sein kann. In Deutschland jedoch bemühen sich die Mainstreammedien, kurz nach der Tat den alleinigen Fokus auf die „psychische Erkrankung“ des 24-jährigen Somaliers zu legen, so als ob dies eine islamistische Motivation automatisch ausschließen würde.

Nun hat man bei der Durchsuchung islamistisches Propagandamaterial beim Attentäter gefunden und es scheint sich das zu bewahrheiten, was jemand Sachkundiges, bereits kurz nach der Tat, mit Leichtigkeit erkennen kann.

Jetzt wird zu klären sein, ob und in welcher islamischen Gemeinde der somalische Attentäter aktiv war. Gab es womöglich sogar Unterstützer oder Mitwisser? In Deutschland bemühen sich die Behörden oft, schnell etwas als „Anschlag eines Einzeltäters“ abzuhaken, selbst wenn einiges dagegen spricht – so wie die neuesten Erkenntnisse zum Fall Amri zeigen.


Zur Person:

Irfan Peci, geboren 1989 in Serbien, aufgewachsen in Bayern, schloss sich als Jugendlicher der islamistischen Bewegung an und wurde 2007 zum Deutschland-Chef eines islamistischen Propagandanetzwerkes. In Haft fand eine weltanschauliche Umorientierung statt, von da an arbeitete er verdeckt in der Dschihadistenszene für den deutschen Inlandsnachrichtendienst. Heute engagiert sich Peci hauptsächlich in der Aufklärung über die Gefahren des Islamismus und arbeitet als Autor und Politikberater.

Homepage: www.irfan-peci.de

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