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Gesellschaft

„Marsch für die Familie“ am Samstag in Wien, am Montag „Marsch fürs Leben“

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Am morgigen Samstag findet in Wien zum zehnten Mal der alljährliche „Marsch für die Familie“ statt. Treffpunkt ist um 14 Uhr am Stephansplatz. Dort werden einige Reden gehalten, danach ist wie bereits letztes Jahr ein Marsch zum Ballhausplatz geplant, wo eine Schlusskundgebung stattfinden soll.

Wien. – Die Ziele des „Marsches für die Familie“ sind unter anderem Lebensrecht ab der Empfängnis, Ablehung der Gender-Ideologie sowie die Abschaffung des Sexualunterrichts in Kindergarten und Volksschule. Organisator der Kundgebung ist die „Plattform Familie“, der unter anderem der Verein Okzident, der Wiener Akademikerbund und die Christenpartei Oberösterreich angehören.

Folgende Redner sind geplant:

– Weihbischof Univ.-Prof. Dr Andreas Laun

– Dr. Jan Carnogursky, Ministerpräsident der Slowakei a. D.

– Prof. Dr. Emanuel Aydin, Chorepiskopus der syrisch-orthodoxen Kirche

– Pater Stefan Frey, Distriktoberer der Priesterbruderschaft Pius X., Österreich

– MMag. Wolfram Schrems, Theologe und Philosoph, Katechet und Lebensschützer

– Georg Immanuel Nagel, Publizist und Aktivist

Zeitgleich „Regenbogen-Parade“

Der Marsch für die Familie findet auch in diesem Jahr bewusst zeitgleich mit der „Regenbogen-Parade“ statt, einer Kundgebung für die Rechte von Homosexuellen. Diese beginnt am Rathausplatz ebenfalls um 14 Uhr und wird gegen die Fahrtrichtung um den Ring ziehen.

In den letzten Jahren kam es beim Marsch für die Familie häufig zu Störaktionen durch Linksextremisten. Eine hohe Polizeipräsenz gewährleistete jedoch stets die Sicherheit der Teilnehmer.

„Marsch fürs Leben“ nur zwei Tage später

Am Montag, dem 21. Juni, findet in Wien bereits die nächste Kundgebung für das Lebensrecht der Ungeborenen statt, nämlich ein außerordentlicher „Marsch fürs Leben“. Treffpunkt ist um 18 Uhr am Karlsplatz. Eine Marschroute wurde nicht angegeben, was ein Schutzmaßnahme gegen linksextremen Blockaden sein könnte, die beim letzten Marsch mehrmals unternommen wurden.

Der „Marsch fürs Leben“ findet normalerweise jedes Jahr im Herbst statt, nun wurde jedoch eine außerordentliche Kundgebung angesetzt, um gegen den „Matić-Bericht“ zu protestieren. In diesem Bericht geht es unter anderem um die Erleichterung des Zugangs zur Abtreibung in allen EU-Staaten. Am 23. Juni soll im EU-Parlament über die Annahme abgestimmt werden.

Matić-Bericht fordert EU-weit kostenlose Abtreibungen

Der Matić-Bericht „fordert die Mitgliedstaaten nachdrücklich auf, Abtreibungen zu entkriminalisieren und Hindernisse für legale Abtreibungen zu beseitigen und gegen sie vorzugehen.“ (Punkt 34) Weiters sollen von den EU-Mitgliedsstaaten kostenlose Abtreibungen angeboten werden (Punkt 47). Die Gewissensklausel, nach der Ärzte aus moralischen Gründen die Durchführung einer Abtreibung ablehnen dürfen, wird zwar anerkannt (Punkt 36), deren Existenz jedoch zugleich „bedauert“ (Punkt 37). Weiters gefordert werden „umfassende altersgerechte Lehrpläne für Sexualerziehung“, welche auch die „Vielfalt der sexuellen Ausrichtungen, der Geschlechtsidentitäten beinhalten“ sollen (Punkt 29).

Einer der Organisatoren des Marsches für Leben ist der katholische Aktivist Alexander Tschugguel. Er gab vor Kurzem dem patriotischen Magazin Info-DIREKT ein ausführliches Interview über den Matić-Bericht sowie über das Thema Abtreibung generell.

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