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EMA sieht Zusammenhang zwischen Astra-Zeneca-Vakzin und Thrombosen

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Am Nachmittag will sich die Behörde im Rahmen einer Pressekonferenz zum Thema äußern.

London/Oxford. – Ein hochrangiger Vertreter der EU-Arzneimittelbehörde EMA hat eine Verbindung zwischen der Corona-Impfung mit dem Vakzin von Astra Zeneca und dem Auftreten von Blutgerinnseln bei manchen Geimpften gezogen. „Meiner Meinung nach können wir mittlerweile sagen, dass es klar ist, dass es einen Zusammenhang mit dem Impfstoff gibt“, sagte der Chef der EMA-Impfabteilung, Marco Cavaleri, der italienischen Zeitung Il Messaggero.

EMA äußert sich am Nachmittag

In dem Interview deutete Cavaleri an, dass die EMA den Zusammenhang noch offiziell feststellen wird. Der EMA-Ausschuss für Medikamentensicherheit habe bisher aber „noch keine Schlussfolgerung gezogen und die Prüfung läuft derzeit weiter“, teilte die EU-Behörde der Nachrichtenagentur AFP am Dienstag mit. Am Mittwoch um 16 Uhr will die EMA eine Pressekonferenz zum Thema Astra-Zeneca-Impfstoff abhalten.

Bisher hat die EMA den Impfstoff von Astra Zeneca als sicher empfohlen und wie der britisch-schwedische Hersteller hervorgehoben, dass es keine Beweise für einen Zusammenhang zwischen der Impfung und den Blutgerinnseln gebe. Dennoch schränkten daraufhin mehrere EU-Ländern, darunter Deutschland, den Einsatz des Vakzins ein. Menschen unter 60 Jahren sollen dort nun nicht mehr damit geimpft werden. Die Behörden in Deutschland hatten ihre Entscheidung mit dem Auftreten von Hirnvenenthrombosen insbesondere bei jüngeren Frauen in zeitlichem Zusammenhang zu der Impfung begründet. In Österreich hingegen hatte das Impfgremium vergangene Woche die Weiterführung des Impfprogramms mit Astra Zeneca empfohlen.

Mehrere Thrombosefälle in Großbritannien

In Großbritannien pausiert indes eine britische Studie an Kindern mit dem Corona-Impfstoff von Astra Zeneca, während die Aufsichtsbehörden das Gefahrenpotenzial des Vakzins bewerten. „Während es keine Sicherheitsbedenken in der pädiatrischen klinischen Studie gibt, warten wir auf zusätzliche Informationen von der britischen Arzneimittelbehörde über ihre Überprüfung der seltenen Fälle von Thrombosen bei Erwachsenen“, erklärte die Universität Oxford, die den Impfstoff gemeinsam mit dem britisch-schweidischen Pharmaunternehmen Astra Zeneca entwickelt hat, am Dienstag.

Derzeit wird von Behörden weltweit analysiert, ob es einen Zusammenhang zwischen der Impfung und den bei mehreren Geimpften aufgetretenen Blutgerinnseln gibt. Eine dieser Behörden ist die britische Arzneimittelbehörde MHRA. Sie hatte am Wochenende mitgeteilt, dass es bei den 18 Millionen verabreichten Dosen in Großbritannien 30 Fälle von Thrombosen gab, sieben davon waren tödlich. In Österreich wird der Tod einer Krankenpflegerin des Landesklinikums Zwettl mehrere Tage nach einer Corona-Impfung mit dem Mittel in Zusammenhang gebracht.

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