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Deutschland

Teeküche für 109.000 Euro: Wie Behörden und Unternehmen in der Krisenzeit handeln

Redaktion

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Beinahe täglich gibt es neue Entwicklungen zur Versorgungssituation in Deutschland. Während manche Akteure mit dem Sparen beginnen, machen andere einfach so weiter.

Inflation, steigende Energiepreise und die niedrigste Kaufkraft seit Jahren. Besonders mit Ausblick auf die Weihnachtssaison sieht sich der Einzelhandel mit „schlichtweg existenzbedrohenden“ Herausforderungen konfrontiert. Der Handelsverband Deutschland (HDE) richtete nun einen Brandbrief an Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne), in dem die Not und Angst der Unternehmer gesammelt wurden. Mit Steigerungen der Energiekosten um bis zu 147 Prozent stehen immer mehr Geschäfte vor dem Aus. Allein dieses Jahr seien es 16.000, eine Zahl, das kommende Jahr noch steigen könnte. Der Brandbrief forderte die „maximale Ausweitung des Energieangebotes“, sowie Steuersenkungen.

Kommunen unter Sparzwang

Mit den explodierenden Strompreisen richten Politik und Netzbetreiber Forderungen an die Bürger, ihren Verbrauch einzuschränken. Auch die Kommunen versuchen, mit Bibliotheksschließungen, Abstellen der Nachtbeleuchtung und unbeheizten Gebäuden, Einsparungen vorzunehmen. Einige Gemeinden kündigten bereits an, auch die Flutlichtbeleuchtungen bei Sportplätzen dauerhaft ausgeschaltet zu lassen. Das bedeutet ein Aus für abendliche Trainingseinheiten von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen. Auch Weihnachtsbeleuchtungen stehen in der Kritik. Inwieweit Weihnachtsmärkte betroffen sind, ist aktuell unklar. Wie die Neue Westfälische berichtete, kündigte die Stadt Paderborn kündigte an, dass alle Kirchen und Kapellen unbeheizt bleiben, Ausnahmen gäbe es keine.

Stilblüten von Politik und Öffentlich-Rechtlichen

In politischen Extremsituationen wie einer Versorgungskrise ist feinfühlige Kommunikation äußerst wichtig. Während Millionen Menschen in Deutschland verarmen, sind es gerade Nachrichten wie diese, die den sozialen Frieden enorm gefährden. Wie die WELT berichtete, erwarb das Bundesverteidigungsministerium zuletzt Teppiche und Teeküchen im Wert von 109.000 Euro. Diese Verschönerungsmaßnahmen seien von Ministerin Lambrecht (SPD) initiiert gewesen. Sie war bereits in der Vergangenheit aufgrund der Privatnutzung eines militärischen Helikopters in Kritik geraten.

Für außerordentliche Kritik sorgte auch der Beitrag des ARD-Mitarbeiters Daniel Pokraka in den Tagesthemen. Während dieser das Ende der umstrittenen Gasumlage begrüßte, forderte er anschließend „übermäßigen Verbrauch noch teurer machen“. Kritiker werfen dem ÖRR immer wieder einen „Erziehungs-“, statt eines Informationsauftrages vor, dieser Beitrag wird ihre Sorgen nicht zerstreuen.


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