Connect with us

Deutschland

Horrorprognosen für den Winter: Rezession, Inflation & Wohlstandsverlust

Avatar

Published

on

Die Inflation in der Eurozone ist erneut gestiegen, ein Rückgang ist nicht in Sicht. Experten rechnen mit einem deutlichen Wohlstandverlust.

Die Teuerungsrate in Deutschland und der Eurozone ist im September auf 10 Prozent gestiegen und damit erstmal zweistellig. Für Österreich gibt die Statistik Austria einen Wert von 10,5 Prozent an. Besonders hart traf es erneute die baltischen Staaten, hier liegt die Gesamtinflation über 22 Prozent. Das Statistische Bundesamt nennt als größten Preistreiber die Energie, hier haben die Preise im vergangenen Monat mehr als 36 Prozent zugelegt.

Keine Entspannung in Sicht

Angesichts der zahlreichen wirtschaftlichen Probleme ist es unwahrscheinlich, dass die Inflation in naher Zukunft auf ein akzeptables Niveau sinken wird. Gleichzeitig wird eine heftige Rezession immer wahrscheinlicher. Die Deutsche Bank liefert eine besonders düstere Prognose für die Zukunft der deutschen Volkswirtschaft. Wie „Business Insider“ berichtete, prognostizieren Experten von Deutsche Bank Research einen Rückgang der Wirtschaftsleistung im kommenden Jahr um drei bis vier Prozent. Die Analysten erwarten eine beschleunigte Deindustrialisierung bei gleichzeitigem Rückgang des privaten Konsums. Die Realeinkommen werden deutlich sinken, die Rohstoffpreise weiter steigen. Für die exportorientierte deutsche Wirtschaft wäre das ein großes Problem.  

Wirtschaftsinstitute erwarten Wohlstandsverlust

Auch die führende Wirtschaftsinstitute bereiten die Deutschen auf massive Wohlstandsverluste vor. In ihrem gemeinsamen Herbstgutachten prognostizieren das Essener RWI, das Münchner Ifo, das Kieler IfW und das IWH aus Halle einen Rückgang des Bruttoinlandsprodukts um etwa 0,4 Prozent für das Jahr 2023. Die deutsche Wirtschaft werde drei Quartale hintereinander schrumpfen, im Jahr 2024 dürfte sie wieder wachsen. Auch die Inflation wird dem Gutachten zufolge weiter steigen: Für das aktuelle Jahr erwarten die Experten eine durchschnittliche Teuerungsrate von 8,4 Prozent. 2024 soll sie auf 8,8 Prozent steigen. Torsten Schmidt vom Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung sagte dazu in Berlin: „Die Hauptbelastung findet derzeit bei den privaten Haushalten statt, die einen massiven Kaufkraftverlust hinnehmen müssen. Und der wird sich im Laufe des nächsten Jahres noch verstärken.“


Mehr zum Thema:

Ifo-Institut: Die Stimmung wird schlechter

Kaufkraftverlust drückt Konsumklima

Ökonomie-Professor Seidl sieht Inflation bei elf Prozent

Click to comment

Leave a Reply

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Beliebt