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Die nächste Pleite: Traditionsreiche Bäckereikette meldet Insolvenz an

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Immer mehr Unternehmen sind nicht mehr in der Lage, die gestiegenen Energiekosten zu tragen. Mit der Bäckereikette Thilmann Brot rutscht ein weiteres Traditionsunternehmen in die Insolvenz.

Die 1937 gegründete Bäckereikette Thilmann Brot GmbH hat einen Insolvenzantrag gestellt, wie Unternehmeredition berichtete. Das Unternehmen betreibt neben einer Produktionsstätte in Wolken 20 Bäckereien in Koblenz und Umgebung. Der vom Amtsgericht bestellte Insolvenzverwalter Jens Lieser teilte mit, dass die Löhne und Gehälter der 93 Mitarbeiter bis Ende November 2022 über das Insolvenzgeld der Bundesagentur für Arbeit gesichert sind. Aktuell laufen Produktion und Verkauf uneingeschränkt weiter. Oberstes Ziel sei der Erhalt möglichst vieler Arbeitsplätze und die Fortführung des Geschäftsbetriebes.

Als Grund für die Insolvenz nannte Lieser die erheblichen Preissteigerungen. Vor allem die für den Betrieb der Backöfen benötigte Energie sei seit Ausbruch des Ukrainekriegs immens gestiegen. „Das gesamte Backhandwerk befindet sich in einer schwierigen Situation, aber ganz besonders hart trifft es die kleineren und mittelgroßen Bäckereibetriebe wie Thilmann Brot“, sagte Lieser. Familienunternehmen können Preissteigerungen oft nur in begrenztem Umfang an ihre Kunden weitergeben, diese würden sonst die Produkte von industriellen Billiganbieter kaufen.


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