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Deutschland

Bayerischer Rundfunk: Direktorin erhielt rund 500.000 Euro für Nebenjobs

Redaktion

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Eine neue Affäre in der Führungsriege des öffentlichen Rundfunks erschüttert die Medienlandschaft. Es geht um die horrenden Nebeneinkünfte beim Bayerischen Rundfunk.

München. – Birgit Spanner-Ulmer ist Direktorin beim Bayerischen Rundfunk (BR). Der Bayerische Rundfunk ist die viertgrößte Sendeanstalt der ARD und lockt mit gutbezahlten Anstellungen. Erst kürzlich stand Spanner-Ulmer in der Kritik, da sie zwei Fahrer und zwei Dienstwagen auf Kosten des Senders unterhält. Mit einem Jahresgehalt von 266.000 Euro ist die 59-Jährige daneben bessergestellt als manche führende Politiker. Nach Recherchen der Welt am Sonntag ließen sich bei Spanner-Ulmer darüber hinaus auch mehr als 500.000 Euro Nebeneinkünfte nachweisen. Die höchstdotierte Nebentätigkeit führt sie als Aufsichtsrätin des Stahlkonzerns Salzgitter AG aus. Von diesem erhält sie jährlich 68.500 Euro.

Misswirtschaft im BR

Die Intendanten des Senders erhalten nirgends in Deutschland derart hohe Gehälter wie beim BR. Die aktuelle Intendantin Katja Wildermuth, Dauerbeschäftigte des ÖRR und seit 20 Jahren in Führungspositionen, verdient 340.000 Euro pro Jahr. Doch der Sender ist in einer finanziellen Schieflage, es fehlen über 465 Millionen Euro. Direktorin Spanner-Ulmer tritt kommendes Jahr zurück, kündigte bis jetzt jedoch nicht die Einstellung ihrer Nebentätigkeiten an. Der BR begrüßte diese Entscheidung, Konsequenzen für Sender und Führungspersönlichkeit sind jedoch nicht geplant.


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