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Spanien spart Energie: „Dringende Maßnahmen“ in Kraft getreten

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Der Notfallplan der EU sieht vor, den Gasverbrauch um 15 Prozent zu senken. In Spanien sind die Energiesparmaßnahmen seit Mitternacht in Kraft.

Brüssel/Madrid. – Die EU bereitet sich auf den Gas-Notfall vor. Falls Russland doch noch den Gashahn zudreht, sollen die Speicher möglichst gut gefüllt sein. Der EU-Plan für diesen Notfall ist am Dienstag (9. August) in Kraft getreten. Er sieht vor, dass die 27 Staaten ihren Gaskonsum von Anfang August bis Ende März 2023 freiwillig um 15 Prozent reduzieren. Kürzere Duschen, weniger Beleuchtung und die Drosselung von Klimaanlagen und Heizungen soll helfen.

Gasverbrauch um bis zu acht Prozent senken

Auch in Spanien ist der von der Opposition scharf kritisierte Energie-Sparplan seit Mitternacht in Kraft. Seit Mittwoch dürfen alle öffentlichen Einrichtungen sowie Kaufhäuser, Kinos, Büros, Geschäfte, Hotels, Bahnhöfe und Flughäfen des Landes ihre Räumlichkeiten auf nicht weniger als 27 Grad abkühlen. Geschäfte mit Mitarbeitern, die körperlich besonders gefordert werden, wie etwa Bars und Restaurants, können die Klimaanlagen allerdings auf bis zu 25 Grad einstellen.

Unterdessen wird man die Innenräume im kommenden Winter auf höchstens 19 Grad beheizen dürfen. Die „dringenden Maßnahmen“ des königlichen Dekrets der linken Regierung sollen bis zum 1. November 2023 in Kraft bleiben. Damit will Spanien seinen Gaskonsum um sieben bis acht Prozent senken, während die meisten EU-Länder 15 Prozent einsparen sollen.

Klage gegen Sparplan

Neben anderen Maßnahmen müssen in Spanien Läden und Betriebe mit automatischen Systemen ihre Türen geschlossen halten, um je nach Jahreszeit das Entweichen von Wärme oder kühler Luft zu vermeiden. Die Beleuchtung nicht genutzter Büros, von Schaufenstern und Denkmälern muss nach 22 Uhr ausgeschaltet werden. Mehrere Regionalregierungen klagten, dies werde zu weniger Konsum und mehr Unsicherheit führen. Es regt sich aber bereits Widerstand gegen die Maßnahmen: Die konservative Regierungschefin der Region Madrid, Isabel Díaz Ayuso, will beim Verfassungsgericht gegen den Sparplan klagen.

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