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Meinung

Ampelkoalition: Die Dinge müssen schlimmer werden

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Die Dinge müssen schlimmer werden, um besser werden zu können. Insofern befindet sich die BRD zweifellos auf dem richtigen Weg.

Ein Vorteil ist ja, dass, was immer uns auch an linkem Karnevalstreiben in den nächsten Jahren bevorsteht, es wenigstens auch von der Linken ausgeht – und nicht von einer Partei, die zwar nicht viel besser war, aber in Wahlzeiten zu Unrecht immer noch ein wenig vom Nimbus Adenauers und FJS’ profitierte.

Scholz ist natürlich ein Glückskind. Zuerst beschert ihm das Schicksal als Gegenkandidaten Laschet und Baerbock – und jetzt noch den Krieg in der Ukraine, der seinen Koalitionspartnern die Themen kaputtmacht: Die Grünen müssen jetzt vielleicht gar die AKWs nachrüsten, die FDP jegliche Budgetdisziplin in den Wind schreiben. So viel Fortune erinnert nahezu schon an Schillers Polykrates (und auch dort wollte der weise Gast nicht länger hausen).

Wie man auf all das reagieren soll? Humor ist, wenn man trotzdem lacht. Das sollte nicht schwerfallen: Denn lächerlich sind die meisten dieser Gestalten und ihr Treiben allemal. Nur ja nicht in bierernste Empörung verfallen! Allenfalls sein Geld in Sicherheit bringen…

Dieser Meinungsbeitrag stammt aus der aktuellen Ausgabe des FREILICH-Magazins. Sie können FREILICH HIER abonnieren.


Zur Person:

Lothar Höbelt ist Jahrgang 1956 und Historiker. Er lehrte als außerordentlicher Professor für Neuere Geschichte an der Universität Wien. Höbelt hat u.a. zur Parteiengeschichte des Dritten Lagers geforscht.

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