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„Todesstoß für unsere Nation“: Orban warnt vor „Bevölkerungsaustausch“

Redaktion

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Für Ungarns Premier Viktor Orban sind Demografie und Migration die wichtigsten Herausforderungen für das ungarische Volk. Außerdem glaubt er, dass nur russisch-amerikanische Verhandlungen den Krieg in der Ukraine beenden können.

Ungarns Ministerpräsident Viktor Orban hat am Samstag an der 31. Sommeruniversität in Baile Tusnad im rumänischen Siebenbürgen seine traditionelle Rede vor der ungarischen Volksgruppe gehalten. In seiner Grundsatzrede kam Orban u.a. auf Migration, den Ukraine-Krieg und die EU-Sanktionen zu sprechen.

Die Demografie bleibe weiterhin die wichtigste Herausforderung für das ungarische Volk. „Die Wahrheit ist, dass wir immer noch viel mehr Beerdigungen als Taufen haben“, fügte Orban hinzu. Die zweite große Herausforderungen sei die Migration, die man auch als „Bevölkerungsaustausch“ oder „Flut“ bezeichnen könne. In dieser Frage sei der Westen gespalten. Eine Hälfte wolle eine Welt, in der Europäer und außereuropäische Völker zusammenleben, und diese Ländern seien keine Nationen mehr. Orban bezeichnete diese Region als den „Post-Westen“. Dort werde der endgültige demografische Wandel erwartungsgemäß um das Jahr 2050 stattfinden und Menschen nichteuropäischer Herkunft in den Großstädten die Mehrheit bilden. Die Vertreter dieses „Post-Westens“ sollten damit aufhören, „uns ein Schicksal aufzuzwingen zu wollen, das wir nicht als Schicksal, sondern als Todesstoß für unsere Nation betrachten“, so Orban.

Orban: „Das ist nicht unser Krieg“

Mit Blick auf den Krieg in der Ukraine erklärte der ungarische Premier: „Das ist nicht unser Krieg.“ Zudem meinte Orban, der Krieg wäre nie ausgebrochen, wenn US-Präsident Donald Trump und die deutsche Kanzlerin Angela Merkel an der Macht geblieben wären. Die Ukraine könne den Krieg niemals gewinnen. Auch die Sanktionen würden Russland nicht in die Knie zwingen, sagte Orban. Vielmehr brauche es russisch-amerikanische Verhandlungen, um den Krieg zu beenden. Weiters betonte der ungarische Premier, dass die EU nicht auf der Seite der Ukraine oder Russen stehen sollte, sondern sich zwischen beiden Lagern positionieren müsse.

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