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Wirtschaft

Gas-Chaos: Uniper und Bauern am Boden

Redaktion

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Deutschlands größter Gasimporteur benötigt Geld vom Staat. Durch die Wirren des Ukrainekonflikts erhält dieser zu wenig russisches Gas. Auch die Bauern leiden darunter.

Düsseldorf. – Uniper ist der erste große Energiekonzern, der aktiv mit der Bundesregierung über staatliche Unterstützung spricht. Durch die Drosselung russischer Gaslieferung durch Nord Stream 1 erhält Uniper nur noch 40 Prozent seiner ursprünglichen Importmenge. Diese Untererfüllung zeigt sich auch an den Börsenkursen, bis zu 23% verlor die Aktie des MDax-Konzerns und reagierte einerseits auf die schlechte Prognose des Konzerns für das restliche Kalenderjahr und andererseits die Hinwendung um staatliche Unterstützung.

Lange Wirkungskette

Die Energiekrise bringt Folgen, die bisher nur erahnbar sind und sich als weitreichende Versorgungskrise entpuppen könnte. Der Präsident des Deutschen Bauernverbandes betonte etwa: „Ohne Gas keine Milch, keine Butter, kein Joghurt“ und spiele damit auf den Bedarf von Stickstoffdünger für die industrielle Massentierhaltung und ihre Versorgung an. Bei einem Mangel von Gas und keiner ausreichenden Rationierung stehe den Bauern ein Ernteverlust von 30-40% bevor. Er ermahnte die Politik und besonders Bundeswirtschaftsminister Habeck, eine Kurskorrektur vorzunehmen und fordert eine Priorisierung in der Gasversorgung für den gesamten Landwirtschafts- und Ernährungssektor.


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