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Wirtschaft

Deutschland: Inflation betrug im Juni „nur“ 7,6 Prozent

Redaktion

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Im Juni ging die Inflation in Deutschland gegenüber Mai geringfügig zurück. Manche sehen darin Auswirkungen des 9-Euro-Tickets und des Tankrabatts. Andere Experten weisen mahnend auf die hohe Erzeugerpreisinflation. Anleger setzen derweil auf sichere Wertanlagen.

Das Statistische Bundesamt teilte mit, dass die Inflationsrate leicht von 7,9 Prozent im Mai auf 7,6 Prozent im Juni gesunken ist. Das bedeutet, dass Waren und Dienstleistungen im Durchschnitt diesen Juni 7,6 Prozent teurer waren als im Juni 2021. Ein Rückgang von 0,3 Prozent im Vergleich zum Mai bedeutet eine kleine Schwankung im allgemeinen Trend zur Verteuerung.

Weidel: „Inflation ist weder Fluch noch Schicksal“

Die AfD-Fraktionsvorsitzende Alice Weidel sieht deshalb auch keinen Anlass zur Entwarnung: „Die Inflation bleibt auf hohem Niveau, und mit ihr die schleichende Enteignung von Mittelstand und Mittelschicht. Die Behauptung, daran sei vor allem der Ukraine-Krieg schuld, ist eine bewusste Irreführung der Bevölkerung. Inflation ist weder Fluch noch Schicksal, sondern immer die Folge falscher und zerstörerischer Politik“, so Weidel in einer Aussendung. Die Deutschen würden durch die künstliche Verteuerung und Verknappung von Energie und Kraftstoffen durch die Bundesregierung und ihre Vorgänger ärmer gemacht. 

„Staatsausgaben mit der Gießkanne bekämpfen die Inflation nicht wirksam. Statt die Bürger selbst für vermeintliche Wohltaten zahlen zu lassen, muss die Bundesregierung vielmehr aus der ruinösen ‚Energiewende‘ aussteigen und die Staatsquote durch rigorose Senkung der Energie-, Umsatz- und Einkommensteuern verringern. Ungeachtet des Irrwegs der verfehlten Energiewende- und Sanktionspolitik ist die wichtigste Ursache der Inflation die Niedrigzins- und Geldflutungspolitik der Europäischen Zentralbank“, betonte die AfD-Co-Vorsitzende. Die Bundesregierung müsse darauf drängen, „dass die EZB den politischen Missbrauch der Geldpolitik zur verbotenen Monetarisierung von Staatsschulden unverzüglich abstellt und zu einer Politik der Geldwertstabilität mit einem realistischen Zinsniveau zurückkehrt“.

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Energie um 87,1 Prozent teurer geworden

Bereits am 20. Juni berichtete das Statistische Bundesamt, dass die Erzeugerpreise im Mai 2022 um 33,6 Prozent gegenüber denen im Mai 2021 zugenommen hatten; Energie war im Durchschnitt sogar um 87,1 Prozent teurer geworden. Erfahrungsgemäß schlagen sich die steigenden Erzeugerpreise mit einigen Monaten Abstand auch in den Verbraucherpreisen wieder. Einige Experten gehen daher trotz dem kleinen Inflationsrückgang im Juni von zweistelligen Inflationsraten im Spätsommer und Herbst aus.

In deutschen Medien wird vermutet, dass der leichte Rückgang der Inflation am 9-Euro-Ticket oder am Tankrabatt liegen könnte. Ungeachtet dessen breche der Endkonsum ein und Niedrigverdiener würden an Essen und Bekleidung sparen.

Der Anlegermarkt schaut ebenso gespannt in die Zukunft: Der Goldpreis etwa ist in der ersten Jahreshälfte 2022 nach einem langen Aufwärtstrend ins Stocken geraten und schwankt gegenwärtig um ca. 1.750 Euro pro Unze. Gerade angesichts der Inflation gehen Experten jedoch davon aus, dass er in Zukunft weiter ansteigen wird.


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