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Gesellschaft

Ansturm auf 9-Euro-Ticket: Polizei soll notfalls Züge räumen

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Wie schon Vertreter der Bahn zuvor rechnet auch die Polizeigewerkschaft wegen des Billigtickets mit Chaos an Deutschlands Bahnhöfen.

Berlin. – Das Neun-Euro-Ticket ist Teil des „Entlastungspakets“ der deutschen Bundesregierung und gilt deutschlandweit jeweils für einen Monat im Juni, Juli und August in allen Zügen des Regionalverkehrs. Seit Verkaufsstart am vergangenen Montag wurde das Angebot bereits mehr als eine Million Mal in Anspruch genommen. Nach Informationen der Bild befürchten oberste Polizeigewerkschafter aufgrund der großen Nachfrage ein Sicherheitschaos und wollen überfüllte Züge notfalls von der Polizei räumen lassen.

Polizeigewerkschaft warnt vor Katastrophe

So sagte der Bundesvorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG), Rainer Wendt, gegenüber der Bild: „Wenn die Verkehrsbetriebe mit den Menschenmassen überfordert sind, muss die Bundespolizei eingreifen.“ Auch DPolG-Vizechef Manuel Ostermann fürchtet eine Überlastung im Nahverkehr. „Aus sicherheitsspezifischer Sicht kann das Neun-Euro-Ticket eine Katastrophe werden“, kritisierte er.

Deutsche Bahn schon jetzt überlastet

Wie unter anderem die Junge Freiheit berichtete, hatte zuvor bereits die Bahngewerkschaft EVG vor Chaos im öffentlichen Nahverkehr wegen des Billigtickets gewarnt. Man würde mit Räumungen überfüllter Züge und wegen Überlastung gesperrter Bahnhöfe rechnen, so der EVG-Vorsitzende Klaus Hommel. Auch der Vize-Vorsitzenden des Gesamtbetriebsrats der DB Regio Schiene/Bus, Ralf Damde, warte bereits: „Wir haben nur begrenzte Ressourcen an Maschinen und Personal. In der Sommerzeit, in der die Bahn ohnehin schon sehr stark genutzt wird, werden wir bei dem erwarteten zusätzlichen Andrang überall in der Republik Probleme bekommen.“

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