Connect with us

Österreich

Ivermectin: Ärztekammer zeigte FPÖ-Chef Kickl wegen „verbotener Laienwerbung“ an

Redaktion

Published

on

Die Ärztekammer wirft Herbert Kickl vor, das Medikament „Ivermectin“ beworben und damit gegen das Arzneimittelgesetz verstoßen zu haben. Der FPÖ-Chef findet die Anzeige „amüsant“ und bezeichnet den Vorwurf als „absolut absurd“.

Wien. – Das Magistrat Wien hat in der vergangenen Woche den Nationalrat ersucht, die Auslieferung von FPÖ-Chef Herbert Kickl zu prüfen. Hintergrund ist eine Anzeige der Ärztekammer Niederösterreich aus dem Jänner 2022 wegen eines angeblichen Verstoßes gegen das Arzneimittelgesetzes.

Konkret geht es um um Aussagen des FPÖ-Chefs, die dieser während einer Pressekonferenz im Oktober 2021 von sich gegeben hatte. Auf die Nachfrage eines ORF-Journalisten über den Einsatz von Medikamenten gegen Corona, erwähnte Kickl das umstrittene Mittel „Ivermectin“.  „Das ist eines dieser Medikamente, wo wir wissen, wo wir sehen und das ist auch in klinischen Studien bewiesen, dass es hier eine Wirksamkeit auch im Zusammenhang mit COVID-19 gibt”, behauptete Kickl damals unter anderem.

Die Ärztekammer wirft Kickl deshalb „verbotenes Betreiben von Laienwerbung für eine Arzneispezialität, die der Rezeptpflicht unterliegt“, vor.

Kickl: Vorwurf „absolut absurd“

Der FPÖ-Chef bezeichnete den Vorwurf in einer Stellungnahme als „absolut absurd“: „In unserem freiheitlichen Plan B ging und geht es darum, generell wirksame Medikamente gegen Corona zum Einsatz zu bringen – und zwar frühzeitig und nicht erst, wenn die Patienten im Spital liegen. Das wurde zwei Jahre lang sträflich vernachlässigt – und dafür verantwortlich ist unter anderem die Ärztekammer, der es nicht zu blöd ist, jetzt gegen mich vorzugehen, weil ich ihr ausgerichtet habe, dass sie endlich ihre Arbeit machen und die Ärzte entsprechend informieren soll“, so Kickl.

Die Anzeige sei „wirklich amüsant“. Weniger lustig sei hingegen, was die Ärztekammer Niederösterreich während der Corona-Krise von sich gegeben habe, betonte Kickl: „Die haben schon im August 2021 ein Ende der Gratis-Tests gefordert, außerdem möglichst viele Einschränkungen für Ungeimpfte, eine ‚Corona-Abgabe‘ als finanzielle Strafe für alle Ungeimpften und 2G am Arbeitsplatz in allen Bereichen mit Kontakt zu anderen Menschen. Diese niederösterreichische Kammer-Kamarilla steht wie keine zweite Organisation für die bösartige Spaltung der Gesellschaft, da ist selbst der scheidende Bundesärztekammerpräsident Szekeres ein Menschenfreund dagegen.“

Nationalrat entscheidet über Immunität

Ob es tatsächlich zur Aufhebung von Kickls Immunität kommt, entscheidet der Nationalrat innerhalb von acht Wochen.

2 Comments

2 Comments

  1. Avatar

    Ralf Beez Oberfeldwebel der Reserve

    15. April 2022 at 10:37

    Ein unglaublicher Vorgang, was sich diese „Ärztekammer“ erlaubt und erdreistet !
    Dagegen muß sofort und rigoros vorgegangen werden !
    Anständige Politiker zu verleumden um von seinem eigenen Totalversagen abzu –
    lenken, ist schon satanisch zu nennen !

  2. Avatar

    Arnold Safran

    18. April 2022 at 2:11

    Jeder sollte und darf eine eigene Meinung haben aber es sollte sich auch jeder Bewusst sein das man für seine Meinung gerade stehen muss.
    Man sollte sich nicht hinter der Politischen Neutralität verstecken dürfen.

Leave a Reply

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Beliebt