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Kultur

Namensstreit: Rechter „Jungeuropa Verlag“ wird verklagt

Stefan Juritz

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Bei der Klage auf Unterlassung und Schadenersatz geht es um den Verlagsnamen. Für den Prozess benötigt der neurechte „Jungeuropa Verlag“ Spenden.

Der Münchner „Europa Verlag “ hat den rechten „Jungeuropa Verlag“ am Landgericht Leipzig auf Unterlassung und Schadenersatz geklagt. Das teilte der „Jungeuropa Verlag“ am Dienstag mit. Konkret gehe es darum, dass der „Europa Verlag“ dem rechten Verlag vorwirft, „die Wertschätzung der bekannten Unternehmensbezeichnung“ – also „Europa Verlag“ – in unlauterer Weise zu nutzen und sich dadurch einen Vorteil zu verschaffen. Die Argumentation lautet also, dass Kunden bei „Jungeuropa“ kaufen würden, weil sie zuvor schon einmal vom renommierten „Europa Verlag“ gehört hätten. Der „Jungeuropa Verlag“ müsse nun innerhalb von zwei Wochen erklären, warum sein Verlagsname nicht die „Unternehmenskennzeichenrechte“ der Klägerin verletzt.

Spendenaufruf

„Obgleich diese Angelegenheit wohl absurder kaum sein könnte, ist sie dennoch ernst. Sollten wir vor dem Landgericht in Leipzig verlieren (und ggf. später am Oberlandesgericht in Dresden), müssten wir nicht nur unseren Verlagsnamen aufgeben und all unsere Waren aus dem Verkehr ziehen, sondern unter Umständen auch Schadensersatz bezahlen. Klingt verrückt? Allerdings. Das Problem ist: Wir leben nunmal in verrückten Zeiten …“, schrieb „Jungeuropa“-Verleger Philip Stein am Verlagsblog. 

Für den Prozess bittet der Verlag nun Leser und Sympathisanten zu Spenden auf: „Wir brauchen also Hilfe bei der Finanzierung dieses Prozesses – zumindest dann, wenn wir bei unserem Verlagsprogramm und der Ausstattung der Bücher keine Abstriche machen wollen.“ Dazu hat der Verlag im „Ein Prozent“-Solifonds Konto unter dem Stichwort „Jungeuropa eingerichtet.

Kontoinhaber: EIN PROZENT E.V.
IBAN: DE97 8505 0300 0221 2132 60
BIC: OSDDDE81XXX
Verwendungszweck: Jungeuropa

1 Comment

1 Comment

  1. Avatar

    Christian Schwochert

    13. April 2022 at 13:38

    Das ist absurd, aber leider nicht weiter überraschend, wenn man bedenkt, dass unser Land von roten Fanatikern beherrscht wird und diese auch in den linken Verlagen, den Medien und der Unterhaltungsindustrie überall an den Schalthebeln der Macht sitzen. Ich hoffe, der Jungeuropa Verlag lässt sich davon nicht unterkriegen. Das dieser andere Verlag (und wer weiß wer da noch die Fäden zieht?!) nun zu solchen Maßnahmen greift, zeigt das ihnen sonst nichts „Besseres“ einfällt, um politisch Andersdenkenden zu begegnen.
    Ich empfehle mal ein paar gepfefferte Protestmails an den anderen V. zu senden.

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