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Gesellschaft

EU: Massiver Anstieg bei Asylanträgen

Redaktion

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Die EU verzeichnet im ersten Quartal 2022 einen massiven Anstieg von Asylanträgen.

Wie aus einem vertraulichen Bericht der EU-Asylagentur EASO hervorgeht, ist die Zahl der Asylanträge im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (1. Januar bis 20. März 2021) um 89 Prozent gestiegen. Insgesamt wurden 168.264 Asylanträge registriert. Bei den Herkunftsländern liegt Afghanistan (21.256) vor der Ukraine (18.932) und Syrien (16.575).

Vilimsky: „Wir müssen den Richtigen helfen“

„Wir erleben einen massiven Anstieg der Asylanträge in der EU – und das hat nur ganz am Rand mit dem Krieg in der Ukraine zu tun“, erklärte der freiheitliche Delegationsleiter im EU-Parlament, Harald Vilimsky, in einer Aussendung am Mittwoch. Er verwies darauf, dass von den 4,2 Millionen Flüchtlingen aus der Ukraine nur relativ wenige einen Asylantrag stellen würden, weil diese sowieso einen temporären Schutztitel in der EU erhielten.

Was der Bericht der Asylagentur weiter zeigt: Auch ohne die Asylanträge aus der Ukraine bleibt ein deutlicher Anstieg um 68 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal. Die Zahl der Asylanträge aus Afghanistan stieg sogar um 129 Prozent.

„Gerade angesichts des Ukraine-Dramas zeigt sich ganz klar: Wir müssen denjenigen helfen, die durch den Krieg in der Ukraine tatsächlich alles verloren haben, und nicht denen, die von weit herkommen und längst anderswo hätten Schutz finden können, sich aber durch Missbrauch des Asylrechts ein besseres Leben in der EU erhoffen“, betonte Vilimsky.

Hauptziel Deutschland

Hauptziel der Asylwerber bleibt auch im ersten Quartal Deutschland. Bis 20. März verzeichnete das Land 34.489 Asylanträge, was einem Fünftel aller EU-Anträge entspricht.

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