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Interview

Drei Fragen an Christian Wirth (AfD): „Klare Verlierer waren alle kleinen Parteien“

Redaktion

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Am Wochenende hat das Saarland einen neuen Landtag gewählt (TAGESSTIMME berichtete). Die SPD holte die absolute Mehrheit, CDU und Linke stürzten ab. Als einzige der kleinen Parteien hat die AfD den Wiedereinzug in den Landtag geschafft. Aus diesem Grund hat die TAGESSTIMME dem AfD-Landesvorsitzenden Christian Wirth drei kurze Fragen zum Wahlergebnis gestellt:

TAGESSTIMME: Wie bewerten Sie das Wahlergebnis? Sind Sie zufrieden?

Christian Wirth: Sicherlich hätten wir uns gefreut, wenn wir im Vergleich zur letzten Landtagswahl hinzugewonnen hätten. Dennoch sind wir froh, den Wiedereinzug in den saarländischen Landtag geschafft zu haben. Vor dem Hintergrund, dass uns der Einzug als einziger der kleinen Parteien gelungen ist, kann man auf jeden Fall von einem Erfolg sprechen.

Warum konnte die AfD die Verluste von CDU und Linkspartei offenbar nicht nutzen?

Der Wahlkampf war geprägt von einer Personenwahl um das Amt des saarländischen Ministerpräsidenten. Für viele Bürger ging es um die Frage, ob Tobias Hans oder Anke Rehlinger künftig die Geschicke des Saarlandes lenken soll. Klare Verlierer waren alle kleinen Parteien.

Künftig wird es eine SPD-Alleinregierung geben: Was bedeutet das für das Saarland?

Da die SPD Teil der letzten Landesregierung war, bedeutet dies sicherlich in vielen Punkten ein „Weiter so“. Da die SPD nun nicht mehr in der angenehmen Position ist, nicht eingelöste Wahlversprechen auf den Widerstand des Koalitionspartners schieben zu können, kann der saarländische Wähler bei der nächsten Wahl Bilanz ziehen. Das dürfte spannend werden.  


Zur Person:

Christian Wirth (Jg. 1963) ist Jurist und Politiker. Seit 2017 ist er Mitglied des deutschen Bundestages. Außerdem ist er Landesvorsitzender der AfD Saarland.

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