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Deutschland

AfD Sachsen will Gendersprache in Ministerien abschaffen

Redaktion

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Obwohl die CDU-Fraktion sich im vergangenen Jahr gegen das Gendern ausgesprochen hatte, setzt sich die umstrittene Praxis weiter fort. Nun fordert die AfD die CDU auf, „den leeren Worten endlich Taten folgen“ zu lassen.

Dresden. – Mit einem aktuellen Antrag fordert die AfD die Abschaffung der Gendersprache in den Ministerien. Die Oppositionspartei verweist darauf, dass sich die CDU-Fraktion im letzten Sommer mit einem Positionspapier gegen das umstrittene Gendern ausgesprochen hatte.

„Unter CDU-Kulturministerin Klepsch wird weiter fröhlich gegendert. So spricht z.B. ihr Ministerium von ‚Mitarbeiter*innen‘ und das Landesamt für Museumswesen von ‚Erb*innen‘ oder ‚Nachlasshalter*innen‘. Am Schlimmsten treiben es die Staatlichen Kunstsammlungen: Hier werden sogar historische Kunstwerke rücksichtslos umbenannt. Jetzt können die Besucher ‚Schausteller*innen mit Pferdewagen und Bär auf der Rast‘ bewundern“, kritisiert der kulturpolitische Sprecher der AfD-Fraktion, Thomas Kirste. „Auch der CDU-Staatskanzlei ist es offenbar nicht peinlich, eine ‚Schüler*innenfibel‘ zu vertreiben. Bei der Gendersprache wird deutlich, wer eigentlich das Sagen in der sächsischen Regierung hat. Die Grünen führen hier die CDU am Nasenring durch die Manege. Mit unserem Antrag wollen wir diese fatale Dynamik unterbrechen und die Verunstaltung unserer Sprache beenden.“

CDU-Fraktion mit Positionspapier

Im Juli 2021 hatte die CDU-Fraktion in einem Positionspapier das Gendern abgelehnt. „Die Gleichberechtigung von Frau und Mann ist für uns als CDU wichtig. Aber ebenso ist es unsere Muttersprache! Sie ist Ausdruck unserer Kultur und Tradition und damit ein wesentlicher Pfeiler unseres Selbstverständnisses. Sie zu pflegen und zu erhalten, ist uns deshalb eine Verpflichtung!“, betonte damals die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Susan Leithoff.

Zwar sei eine Diskussion über geschlechterneutrale Sprache richtig, „aber eine politisch motivierte, mit missionarischem Eifer vorangetriebene und medial übergestülpte Sprachreform“ sei falsch und entfremde die Menschen von Staat und Medien. „Gendersprache, die gewissermaßen erzwungen wird, führt weder zu mehr Emanzipation noch zu Gleichberechtigung. Deshalb ist aus unserer Sicht wichtig, dass Politik, Verwaltung und auch der Öffentlich-rechtliche Rundfunk sich der Sprache bedienen, die die Bürger, Steuer- und Beitragszahler dieses Landes sprechen“, so Leithoff.

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