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Österreich

Schützenhöfer hält weiter an Impfpflicht fest

Redaktion

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Der steirische Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer (ÖVP) ist weiterhin für eine Impfpflicht. Außerdem forderte er erneut ein Ende der „Gratisrundumversorgung“.

Graz. – In der Diskussion um ein mögliches Aussetzen der Impfpflicht hat der steirische Landeshauptmann Schützenhöfer erklärt, dass dies für ihn kein Thema sei: „Die gerade erst beschlossene Impfpflicht ist der Schlüssel, um eine noch höhere Impfquote zu erreichen und für den Herbst gut gerüstet zu sein – auch wenn sie früher hätte kommen sollen“, sagte er am Dienstag im steirischen Landtag. Die Debatte um die Impfpflicht halte er für „überflüssig“. „Der Bundespräsident hat das Gesetz erst vor einer Woche unterschrieben – und jetzt sollen wir das schon wieder ändern?“ Das Ziel müsse es sein, die Impfquote weiter zu erhöhen, weil das die Voraussetzung dafür sei, den kommenden Herbst und neue Corona-Wellen gut zu bewältigen.

Schützenhöfer: „Das darf nicht sein“

Weiters sprach sich der Landeshauptmann gegen Gratistests aus. „Ich werde müde, immer wieder davon zu reden, dass wir eigentlich die Gratisrundumversorgung einstellen sollten und dass wir für die Tests etwas verlangen sollten. Ich lasse offen, ob das für alle gilt oder nur für die Ungeimpften – für die sollte es jedenfalls sein“, so Schützenhöfer. Demnach könnte pro Test zumindest die Rezeptgebühr in der Höhe von 6,55 Euro zu zahlen sein. „Auf Dauer werden sich 75 Prozent der Landesbürger, die Impfzertifikate haben, es sich nicht gefallen lassen, Einschränkungen hinzunehmen, und das nur, weil eine Minderheit sich trotz Zuspruch und Brückenbau und Empfehlungen aller Fachleute nicht impfen lässt. Das darf nicht sein.“

Kritik von FPÖ

Scharfe Kritik an den Äußerungen Schützenhöfers kam umgehend von der FPÖ. „Während immer mehr Landeschefs zurückrudern und bereits mehrheitlich von der Impfpflicht abrücken, tritt der steirische Regierungschef nach wie vor als absoluter Verfechter des Impfzwangs auf. Dass er damit einen immer größeren Keil in die Gesellschaft treibt, scheint ihm nicht bewusst zu sein“, kritisiert FPÖ-Klubobmann Mario Kunasek laut Bericht der „Krone“.

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