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Gesellschaft

„Bereicherung“: Bamberg nimmt zusätzliche „Ortskräfte“ aus Afghanistan auf

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Die Stadt Bamberg hat in einer Pressemitteilung verkündet, „Ortskräfte“ aus Afghanistan samt ihren Familien aufgenommen zu haben und bereits jetzt die Ankunft weiterer Afghanen zu erwarten. Die Aufnahme wird als „Bereicherung für die Stadtgesellschaft“ beworben.

Bamberg. – Bereits in der vergangenen Woche kamen „Ortskräfte“ samt Familien nach Bamberg. Dabei handelt es sich laut der Stadt Bamberg um Familien, die aus „Angst vor Repressionen des Taliban-Regimes aus ihrem Heimatland geflohen sind“. Konkret seien es 17 Personen, die von der Stadt nun in eine Einrichtung für Übergangswohnen untergebracht seien.

Um die Aufnahme von „Ortskräften“ gab es bereits vor Monaten in Deutschland große Debatten, insbesondere auch, da die Zahl der vermeintlichen „Ortskräfte“ mit Beginn der Diskussion sprunghaft anstieg und sich zum Teil auch polizeibekannte Kriminelle und Islamisten darunter befanden. Dennoch werden bereits jetzt 15 weitere Afghanen in Kürze in Bamberg erwartet.

Die Stadt hatte sich im Bündnis „Städte Sicherer Hafen“ bereits im September 2020 dazu bereit erklärt, freiwillig weitere Ausländer aufzunehmen. „Diese Ortskräfte haben in den vergangenen 20 Jahren die Aufbauarbeit der Bundeswehr in ihrem Land maßgeblich unterstützt. Ihnen nun einen sicheren Hafen in unserem Land zu bieten, ist Teil unserer humanitären Verantwortung“, begründet Jonas Glüsenkamp (Grüne), zweiter Bürgermeister der Stadt, die Aufnahme. „Diese Menschen haben gute Integrationschancen und bieten Unterstützung auf dem Arbeitsmarkt und sind eine Bereicherung für die Stadtgesellschaft.“ Die Stadt danke „den bereits aktiven ehrenamtlichen und hauptamtlichen Helfer:innen u.a. von Freund statt fremd, Caritas und AWO“.

„Unsere Stadt hat in den letzten Tagen erneut Willkommenskultur bewiesen, dies ist nicht zuletzt den vielen Aktiven und Freiwilligen zu verdanken“, so Glüsenkamp weiter. Auch das städtische Amt für Inklusion im Sozialreferat Bamberg werde sich „aktiv an der Integrationsarbeit in dem entstandenen Helfernetzwerk beteiligen“. 

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