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Gesellschaft

Wiener Kindergärten sollen „regenbogenfamilienfit“ werden

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Am Donnerstag hat Vizebürgermeister Christoph Wiederkehr (NEOS) in einem Kindergarten in Wien-Floridsdorf die Info-Box „Regenbogenfamilien“ vorgestellt. Diese soll die rund 350 Kindergärten der Stadt „regebogenfamilienfit“ machen.

Wien. – Gemeinsam mit Verena Flunger, Barbara Schlachter-Delago, Daniela Cochlár und Wolfgang Wilhelm hat Wiens Viezebürgermeister Christoph Wiederkehr (NEOS) gestern in einem Kindergarten in Wien-Floridsdorf die Info-Box „Regenbogenfamilien“ vorgestellt. Ihm sei es ein wichtiges Anliegen, „Diskriminierungen in allen Bereichen zu beenden und ein gleichberechtigtes Leben für alle Menschen, also auch für LGBTIQ-Personen, in unserer Stadt zu ermöglichen“, erklärte er in einer Aussendung. Denn Gleichstellung und Akzeptanz beginne bereits im Kindergarten und der Schule.

Broschüren und Malvorlagen

Bildung und die Elementarpädagogik würden in der „Bekämpfung von homophoben, transphoben und interphoben Vorurteilen und damit beim Vermeiden von Diskriminierung eine besonders wichtige Rolle spielen“, so Wiederkehr. Deshalb beinhalte die Box „eine umfassende Broschüre, die gut aufbereitete Informationen liefert, um Kindergärten regenbogenfamilienfit“ zu machen.

Teil der Box sei auch ein Buch zum Thema Familienvielfalt, ein Plakat und Zeichenvorlagen, die die Kinder einladen, verschiedene Familienformen bunt auszumalen. Weiters sei für die Elementarpädagogen noch zusätzliches Informationsmaterial zu den Vereinen „Fami­lien Andersrum Österreich“ (FAmOs) und „Regenbogenfamilienzentrum Wien“ sowie zu deren Angeboten in der Box zu finden, erklärt Barbara Schlachter-Delgado, Obfrau des Vereins FAmOs.

Thema Regenbogenfamilien in Kindergärten „verankern“

Die Abteilungsleiterin der Kindergärten der Stadt Wien, Daniela Cochlár, ist der Meinung, dass Kindergärten für alle Beteiligten die Chance bieten würden, verschiede Familienformen und Lebensweisen kennenzulernen. Um das Thema Regenbogenfamilien auch wirklich in allen Kindergärten Wiens zu verankern, habe man aber nicht nur die Auflage der Info-Box deutlich erhöht, sondern breite auch das seit Jahren bei den Wiener Kindergärten erprobte Seminarangebot nun auch auf die privaten Trägerorganisationen in Wien aus, so Wolfgang Wilhelm, Leiter der Wiener Antidiskriminierungsstelle (WASt). In den Seminaren gehe es um das Thema Regenbogenfamilien, aber man fasse das Thema „deutlich weiter“ und erarbeite etwa auch Maßnahmen, „um Kindergärten zum diskriminierungsfreien Arbeitsplatz“ für alle Elementarpädagogen zu machen.

Sogenannte Regenbogenfamilien sind Familien, in denen zumindest ein Elternteil lesbisch, schwul, bisexuell, transgender, intergeschlechtlich oder queer ist.

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