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Österreich

Ö1-Interview: Kickl verweigert Distanziererei

Stefan Juritz

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In seinem ersten Interview als designierter FPÖ-Bundesparteiobmann hat sich Herbert Kickl auf keine Distanzierungen eingelassen.

Auf die Frage, ob er es als Parteichef dulden werde, dass „rechtsextreme Identitäre“ der FPÖ angehören und Funktionen ausüben, antwortete Kickl am Dienstag im Ö1 Morgenjournal: „Ich habe nur darauf gewartet. Es ist kurz nach sieben Uhr und sie schwingen schon wieder die Nazikeule.“ Er wolle sich auf eine „sinnbefreite Diskussion“ gar nicht einlassen. Die „Nazikeule“ sei mittlerweile ein „wirkungslos und stumpf gewordenes Instrument“, so Kickl, der in diesem Zusammenhang auf die Corona-Proteste verwies: „Da haben unglaublich viele Menschen, freiheitsliebende Menschen, untadelige Menschen am eigenen Leib erlebt, dass man als Nazi punziert wird, wenn man eine Meinung hat, die von der erwünschten Meinung der Regierungsparteien und der linken Schickeria in diesem Land abweicht.“ Die FPÖ brauche sich „nirgendwohin abzugrenzen, weil diese Abgrenzung vollkommen klar ist, klar gewesen ist und klar bleibt“, betonte Kickl.

Wenn politische Mitbewerber ihm vorwerfen, „radikal und extrem“ zu sein, dann seien das „sinnentleerte politische Kampfbegriffe“. Die FPÖ sei nicht „rechtsextrem“, sondern „freiheitsliebend“ und die einzig patriotische Partei, die auf den „Erhalt unserer Identität“ schaue und die Grenzen gegen die illegale Migration „dichtmachen“ wolle.

„Nach der Wahl werden Karten neu gemischt“

Zur künftigen Ausrichtung der Partei erklärte der designierte Obmann, jede Partei müsse so aufgestellt sein, dass sie „sowohl regierungs- als auch oppositionsfähig“ sei. „Das Problem entsteht nur, wenn sie versucht, beides am selben Ort zur selben Zeit zu sein.“ Für die Freiheitlichen sei nun „Opposition das Gebot der Stunde“. Eine Rückkehr zu Türkis-Blau schließt Kickl aktuell aus: „Mit diesen türkisen Karrieristen kann es keine Form der Zusammenarbeit geben.“ Nach der nächsten Nationalratswahl würden aber die Karten neu gemischt. „Dann wird man sehen, ob es in der ÖVP auch Reinigungskräfte gibt“, so Kickl.

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