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Großbritannien: Bodycams sollen Sanitäter vor Übergriffen schützen

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Zuletzt ist die Zahl der Angriffe auf britische Sanitäter um fast ein Drittel gestiegen. Nun sollen Bodycams für mehr Sicherheit sorgen.

London. – In England sollen künftig Tausende Sanitäter bei ihren Rettungseinsätzen Kameras am Körper tragen. Dies teilte der Nationale Gesundheitsservice NHS am Dienstag mit. Die Bodycams sollen dem Schutz der Rettungskräfte dienen, denn seit 2016 sei die Zahl der Angfriffe um 30 Prozent gestiegen.

Über 3.000 Angriffe im vergangenen Jahr

Demach wurden 2020 insgesamt 3569 britische Sanitäter während eines Einsatzes Opfer körperlicher Gewalt. Dem Bericht zufolge wurden die Helfer sowohl von am Geschehen Beteiligten als auch von Patienten attackiert. Nun können Sanitäter im Fall einer akuten Bedrohung per Knopfdruck die Videoaufnahme starten. Die Maßnahme soll abschreckende Wirkung haben und gleichzeitig potenzielles Beweismaterial generieren.

„Niemand kommt zur Arbeit, um sich misshandeln zu lassen, vor allem nicht von Leuten, denen man doch eigentlich helfen will“, zitiert der NHS den Manager Darren Green vom North East Ambulance Service. „Traurigerweise brauchen wir diese Kameras mehr als je zuvor.“

Gesteigertes Sicherheitsgefühl bei Sanitätern

Garrett Emerson, Chef des Londoner Rettungsdienstes, betonte, dass der Schutz der Mitarbeiter höchste Priorität habe. Bei Tests in seinem Bezirk hätten sich die Kameras bereits bewährt. Laut Angaben des NHS fühlen sich die Mitarbeiter dank der Kameras bereits sicherer. Die neue Ausrüstung trage in einigen Situationen zudem zur Deeskalation bei.

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